Zähne sind von Natur aus elfenbeinfarben. Mit zunehmendem Alter dunkeln sie nach. Zähne verfärben durch starkes Rauchen, übermässigen Tee-, Kaffee- oder Rotweingenuss, bestimmte Medikamente, eine Wurzelbehandlung und einen Zahnunfall. Diese Verfärbungen werden mit wasserstoffperoxidhaltigen Bleichmitteln aufgehellt.

Das Mittel dringt in die Zahnschicht ein und spaltet die Farbpigmente auf. Dadurch wirkt der Zahn heller. Die Farbe der Füllungen, Kronen und Brücken bleibt gleich. Empfehlenswert ist vor dem Bleaching eine zahnärztliche Kontrolle und eine professionelle Zahnreinigung. Vielfach bringt diese bereits das gewünschte Ergebnis.

«Womöglich wird Karies, Parodontitis, eine Zahnfleischentzündung oder Mundschleimhauterkrankung festgestellt» so Prof. Dr. Adrian Lussi. Diese Erkrankung müsste dann vorher  behandelt werden.

Verschiedene Möglichkeiten

Zu Hause: Durchgeführt wird das Bleaching mit einer individuell angefertigten Schiene und niedrig konzentriertem Bleichgel. Dieses Vorgehen eignet sich für gesunde Zähne. Getragen wird die Schiene täglich, während ca. zwei Stunden, für ein bis zwei Wochen, bis die angestrebte Nuance erreicht ist.

Beim Zahnarzt: Das Zahnfleisch wird abgedeckt, danach das stärkere Bleichgel auf die Zähne gestrichen. Dieser Ablauf wird wiederholt bis der Wunschfarbton erzielt ist. Auch wurzelbehandelte Zähne können wieder weisser werden.

Dafür wird der Wurzelkanal geöffnet, das Bleichmittel in den Zahn gebracht und der Zugang provisorisch verschlossen. Nach einigen Tagen wird ewie das Ganze eventuell nochmals ausgeführt. Egal mit welcher Methode gebleicht wurde – nach Monaten oder Jahren verschwindet der Bleicheffekt.

Packungsbeilage

Für Schwangere, Stillende, Bleichmittel-Allergiker und Milchzähne ist ein Bleaching ungeeignet. Bleichgels können die Mundschleimhaut reizen. Nach dem Bleichen können die Zähne überempfindlich reagieren. Normalerweise gibt sich beides mit der Zeit. Manchmal ist die Wunschfarbe unerreichbar, denn diese hängt auch von der Beschaffenheit des Zahns ab.