Fingernägel sind mehr als einfach nur kleine Hornplättchen, sie haben wichtige Funktionen: Unter anderem schützen sie die Nerven der Finger- und Fussspitzen, und dienen uns an der Hand zum Tasten, Ritzen, Zupfen oder Kratzen.

Nägel wachsen etwa 2 bis 3 Millimeter pro Monat, im Sommer schneller als im Winter. Nagellack und Nagellackentferner sowie auch andere Chemikalien können die Nägel so stark austrocknen, dass sie brüchig werden und splittern.

Auch häufiges Händewaschen mit normaler Seife kann die Haut ebenso wie den Nagel angreifen. Eine gute Pflege ist also unumgänglich, um die Nägel gesund zu halten. In seltenen Fällen führt auch eine Mangelernährung, beispielsweise bei Magersucht, zu brüchigen Nägeln.

Veränderungen meist harmlos

Manchmal zeigen sich aber die Nägel nicht von ihrer schönsten Seite, sie haben Rillen, weisse Flecken oder verformen sich. Was steckt dahinter? Meist sind solche Veränderungen harmlos, gelegentlich können sie aber auch ein Hinweis auf eine Krankheit sein.

Feine Längsrillen sind in der Regel ein ganz normaler Alterungsprozess und treten deshalb mit der Zeit immer häufiger auf. Bei Querrillen geht man davon aus, dass der Nagel eine gewisse Zeit lang in seinem normalen Wachstum gestört war, beispielsweise durch hohes Fieber.

Ursache einer starken Wölbung des Nagels, man spricht von einem Uhrglasnagel, ist häufig ein Sauerstoffmangel im Gewebe, der vom Arzt untersucht werden sollte. Dies gilt auch für den so genannten Löffelnagel, bei dem sich die Nagelplatte nach innen senkt.

Flecken und Verfärbungen

Manchmal treten kleine, weisse Flecken auf den Nägeln auf. Sie entstehen meist durch kleine Verletzungen bei Haushaltarbeiten oder bei der Maniküre. Verfärben sich die Nägel gelblich und werden brüchig, dann sind sie möglicherweise von einem Nagelpilz befallen.

Dies betrifft häufiger Fuss- als Fingernägel und erfordert eine konsequente Behandlung, damit der Pilz den Nagel nicht vollständig zerstört.