Leatitias Tipps

Haarpflege

Bei all diesen Shootings wird es ständig gewellt, gestreckt, gewellt, gestreckt und besprayt. Das belastet mein Haar sehr. Ich muss es gut pflegen, damit es nicht austrocknet und spröde wird.

Hautpflege

Meine Haut crème ich immer schön ein. Ansonsten achte ich vor allem auf gesunde Ernährung und trinke viel ungesüssten Tee. Man sieht der Haut an, wie jemand lebt.

Schminken

Ich gehe auch mal gänzlich ungeschminkt aus dem Haus. Und wenn ich in der Bibliothek von früh morgens bis in die Dunkelheit am Medizin büffeln bin, dann sowieso. Wenn es mit dem Schminken schnell gehen soll, dann trage ich rasch Mascara auf: Das ist so leicht: Mit Wimperntusche sieht man ohne viel Aufwand hübsch geschminkt aus.

Fitness

Seit meiner Wahl habe ich leider nicht mehr viel Zeit. Aber ich bemühe mich, wann immer möglich, etwas für den Körper zu tun. Ich gehe lieber in Fitnesskurse, als mich alleine abzurackern. Ich brauche einen Coach, der mich fordert und anfeuert. Ins Body Combat und Zumba gehe ich gern.

Erholung

Wenn ich gestresst bin und abends zur Ruhe kommen möchte, lasse ich mir ein heisses Bad mit feinem Badesalz ein. Das liebe ich.

Laetitia Guarino, was hat sich in Ihrem Leben seit dem 11. Oktober geändert, als Sie zur Miss Schweiz gekürt wurden?

Alles. Davor war ich im vierten Jahr meines Medizinstudiums und verbrachte den ganzen Tag in der Bibliothek. Ein Fotoshooting habe ich davor noch nie gemacht. Und dann, von einem Tag auf den anderen, ist alles anders.

Was konkret ist anders geworden?

Ich werde in schöne Hotels und feine Restaurants eingeladen, mache tolle Shootings, trage unglaublich hübsche Kleider und kann Dinge tun, die ich vorher nie tun konnte.

Welche Dinge?

Ich habe die Kinder im Berner Inselspital besucht, die mich angestrahlt und angehimmelt haben. Es ist jetzt so leicht, den Kindern eine Freude zu bereiten. Oder dann wollte ich schon immer mal bei einer Herzoperation dabei sein, durfte aber nie. Jetzt lädt man mich ein und möchte mich dabei haben.

Da ist es bestimmt nicht leicht, bodenständig zu bleiben.

Das mag sein. Aber ich weiss genau, dass ich diese Vorteile nur für ein Jahr habe. Mein Ziel ist immer noch eine Karriere in der Medizin. Eine Rolle spielt sicher auch das Umfeld.

In meiner Familie bin ich immer noch die gleiche Laetitia, werde nicht verhätschelt und muss auch als Miss Schweiz den Abwasch machen.
Andere Missen haben sich als Moderatorin, Schauspielerin oder Model etabliert.

Ich bin froh, in diesem Jahr Geld für mein Studium zu verdienen. Aber ich sehe mich in der Zukunft als Kinderärztin.

Wie halten Sie den Kontakt zu Ihren Freunden aufrecht?

Dafür nütze ich die vielen langen Autofahrten. Da rufe ich meine Freunde an, plaudere mit ihnen und erzähle, was ich gerade so erlebe.

Was ist Ihr bisheriges Highlight?

Da gab es mehrere. Eines war sicher das Treffen mit dem Ärzteteam von Corelina und herzkranken Kindern im Inselspital Bern. Aber auch diverse Shootings und die Orte, an denen die Fotos geschossen wurden, waren für mich sehr aufregend.

Die Miss Schweiz ist die schönste Schweizerin. Was ist Schönheit für Sie?

Hmm, das ist keine einfache Frage. (Überlegt.) Lassen Sie mich über einen Mann reden, das fällt mir leichter. Ein Mann kann ein perfektes Gesicht haben, ist aber dennoch weniger schön als einer mit Charme.

Was gefällt Ihnen denn an Ihrem Freund Stefano?

Er bringt mich stets zum Lachen. Und seine pechschwarzen Augen. Stefano besitzt viel Charme.

Sie sind schon seit vier Jahren ein Paar. Wie haben Sie Stefano kennengelernt?

Oh, das ist eine lange Geschichte. Eine Freundin sagte mir, ich solle ihn auf Facebook als Freund hinzufügen. Das tat ich und wir begannen, miteinander zu chatten. Ich fragte ihn nach seinen Hobbys, er antwortete: «Hübsche Girls.»

Da löschte ich ihn aus meinem Facebook. Darauf fragte er mich nach dem Grund und ich antwortete ihm, er solle doch bei seinen Girls bleiben.

Und wie wendete sich da Blatt doch noch zum Guten?

Er meinte dann: «Ich lade dich auf einen Kaffee ein, dann wirst du sehen, dass du dich täuschst.» Eines Tages war ich unterwegs zu meiner Tante in Neuenburg. Als ich schon im Zug sass, schrieb sie mir, dass sie sich verspäten werde.

Da fragte ich Stefano per SMS, ob er mit mir auf einen Kaffee kommen möchte. Ich stand im Schlabberlook da, als er auf mich zulief. Es funkte sofort. Wir verstanden uns, als hätten wir uns seit Jahren gekannt.

Was fasziniert Sie denn an einem Mann?

Gesundes Selbstbewusstsein. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Er soll nicht arrogant sein, aber auch nicht sinnlos in den Tag hinein leben.

Es war zu lesen, dass Sie Ihre Nase nicht mögen.

Das stimmt.

Ziehen Sie eine Schönheitsoperation in Erwägung?

Nein. Ich finde eine Schönheitsoperation sollte zum Beispiel für eine Frau sein, die Brustkrebs hat, sich operieren lassen muss und danach wieder schöne Brüste haben möchte. Aber sich Monsterbrüste machen zu lassen oder das Gesicht verziehen zu lassen, das ist nicht mein Ding.

Was mögen Sie an sich am meisten?

Mein Lächeln.

Ihr Laster sei das Nägelbeissen.

Das war es früher. Während des Studiums war ich halt nervlich sehr angespannt, jetzt nicht mehr.

Haben Sie ein Schönheitsideal?

Adriana Lima, die ist eine Bombe.

Und welcher Mann?

Schauspieler Javier Bardem und der italienische Fussballer Marco Borriello.

Die Miss Schweiz nimmt dieses Jahr erstmals nicht an der Miss-Universe-Wahl teil. Wieso wollen Sie sich nicht mit anderen Missen messen?

Die moderne Miss Schweiz soll nicht nur hübsch sein, sondern sich auf karitative Einsätze konzentrieren. Ich reise lieber zu einem karitativen Zweck ins Ausland als nur zu einem Schönheitswettbewerb.