Elena Sutter* hatte vor einigen Jahren einen Unfall, der ihre Nase leicht geschwollen zurück liess. Anfangs dachte sie, das würde sich schon wieder geben: «Doch je älter ich wurde, desto mehr störte mich dieser Makel», sagt Sutter. So fing sie vor drei Jahren an, sich im Internet nach Kliniken umzuschauen, die Nasenkorrekturen anboten; aufgrund ihres begrenzten Budgets schloss sie auch ausländische Ärzte nicht aus.

Schliesslich stiess sie auf eine deutsche Vermittlungsagentur, die Kliniken im Ausland bewarb, und entschloss sich für einen Aufenthalt in Prag. «Ich hatte eigentlich einen guten Eindruck von den behandelnden Ärzten», sagt sie, «aber eine 100-prozentige Sicherheit gibt es halt nie.» Das Problem bei Klinikaufenthalten im Ausland ist oft, das die Nachkontrolle nicht stattfindet. «Ich war nach der Operation noch eine Woche lang in Prag: Wenn in der Zeit nichts schiefgeht, wird man wieder nach Hause geschickt», erzählt Elena Sutter. Doch gerade bei einem komplizierteren Eingriff, wie einer Nasenkorrektur, kann der Arzt oft erst nach ein bis drei Monaten endgültig sagen, ob das Ergebnis so wie gewünscht ist.

Man sah, dass an dieser Nase etwas gemacht wurde
«Ich war schon, nachdem der Gips abgenommen wurde, nicht so zufrieden, die ganze Nase hatte eine geschwollene Form, aber man versicherte mir, dass das noch abheilen würde», sagt Sutter. Nun, auch nach einigen Monaten ging die Schwellung nicht zurück, und das Ergebnis sah nicht natürlich aus. Sutter war sich zuerst nicht sicher, ob sie noch einmal einen Versuch wagen sollte. Immerhin ist so eine Operation mit Umständen und Kosten verbunden.

Für sie war jedoch klar, dass sie einen zweiten Eingriff nur noch in der Schweiz bei einem renommierten Arzt vornehmen lassen würde. So hörte sie eines Tages von Dr. med. Lukas Eberle und seiner Klinik in Brunnen SZ. Einer ihrer Kollegen hatte gute Erfahrungen mit ihm gemacht und nachdem sie auf seiner Homepage die verschiedenen Vorher-Nachher-Bilder gesehen hatte, machte sie einen Termin aus.

«Ich hatte ja schon bei der ersten Operation einen guten Eindruck gehabt, aber diesmal einen noch viel besseren!» Dr. Eberle konnte ihr bestätigen, dass die Arbeit beim ersten Eingriff nicht ganz sauber ausgeführt wurde. «Er sagte mir, man könne einfach sehen, dass an dieser Nase etwas gemacht wurde.» Sutter entschloss sich zu einem zweiten Eingriff, obwohl dieser zirka 2000 Franken teurer als der erste war. «Man muss aber auch beachten, dass bei einem Auslandaufenthalt die Kosten des Hotels, der Reise und der Verpflegung vor Ort dazukommen. Schlussendlich spart man gar nicht so viel Geld», warnt Sutter vor den Verlockungen einer günstigeren Operation.

«Ich bin an sich kein Fan von Chirurgie»
Mit dem Resultat des zweiten Eingriffes ist sie soweit zufrieden. Da die OP erst vor zwei Wochen stattfand, kann man das Endresultat noch nicht genau sehen. «Ich trage momentan noch eine Schiene an der Nase, aber das was ich schon sehen kann, gefällt mir.» Empfehlen würde Elena Sutter einen solchen Eingriff dennoch nur bedingt. Sie findet, man sollte sich schon sehr sicher sein, bevor man an der Nase, also mitten im Gesicht, etwas verändert.

«Ich bin an sich kein Fan von Chirurgie. Ich habe einige Leute in meinem Umfeld, die etwas machen liessen, wo ich fand, dass es nicht nötig gewesen wäre», sagt Sutter. «Aber schlussendlich muss es jeder selber wissen. Wenn jemand eine totale Hakennase hat und kaum damit leben kann, verstehe ich den Entschluss. Man sollte sich einfach über die Risiken im Klaren sein und einen guten Arzt aufsuchen.»


*Name aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geändert.