Gemäss Experte möchten viele nur gerade ihre Frontzähne, also ihr Schaufenster, korrigiert haben. Wenn nur dieser Bereich begradigt werden muss, kann man dies sehr oft mit einer dezenten Schiene machen. Wenn man gar nichts sehen darf, kommen auch «Lingualbrackets» infrage.

Diese Brackets sind genau gleich wie bei einer «Gartenhag»-Spange, aber befinden sich auf der Innenseite der Zähne. Optisch sind sie dann zwar verschwunden, aber sie werden «hörbar».

Die meisten Patienten lispeln nämlich anfangs bei dieser Art Spange. Die Zunge stösst dauernd an die Brackets und es ist wirklich eine Gewöhnungssache.

Schmerzen trotz dezentem Look

Aber auch wenn die Spange optisch nicht so auffällt, muss den Patienten klar sein, dass es sich um einen Eingriff handelt und die Behandlung erstens nicht in wenigen Monaten erledigt ist und zweitens auch eine dezente Spange Schmerzen verursachen kann.

Das fühlt sich zu Beginn an, wie wenn ein Schuh drückt. Wenn die Ärzte mit einem «Gartenhag» arbeiten, tut es vor allem die ersten drei, vier Tage nach dem Einstellen der Spange weh, dann ist man wieder befreit bis zum nächsten Termin.

Keramik im Mund

Eine weitere Möglichkeit, um einen «Gartenhag» dezenter zu gestalten, sind Brackets, die nicht aus Stahl, sondern aus Glaskeramik sind. Die Spange fällt so weniger auf, ist aber auch etwas anfälliger.

Keramik ist brüchiger und starrer, um damit zu arbeiten. Ausserdem müssen die Brackets etwas grösser sein, damit sie den mechanischen Belastungen im Mund standhalten. Stahl ist somit ein unschlagbares Material.

Lispeln für die Schönheit

Ein relativ neues Produkt, an dem Erwachsene Gefallen finden, sind Korrekturschienen (Aligner) aus transparentem Kunststoff. Im Gegensatz zu fest sitzenden Spangen besitzen Aligner keine verstellbaren Elemente.

Es wird mittels Computerberechnungen eine fixe Anzahl Plastikschienen erstellt, die nacheinander, während jeweils zwei Wochen, getragen werden. Beim Essen und Zähneputzen muss man die Aligner entfernen. Die Aussprache kann allerdings auch hier am Anfang leicht beeinflusst sein.