Welche Untersuchungen und Abklärungen sind vor der Behandlung nötig?

Vor der Therapie bedarf es einer gesicherten Diagnose durch den Hausarzt in Zusammenarbeit mit einem HNO-Spezialisten. Vor allem bei vorhandener Schlafapnoe sollte abgeklärt werden, ob es eine obstruktive oder zentrale Schlafapnoe ist.

Für wen und was eignet sich diese Behandlung?

Diese Therapie ist für alle Mund-Rachen-Schnarcher und Patienten mit einer obstruktiven Schlafapnoe möglich. Eine obstruktive Schlafapnoe wird verursacht durch eingeengte oder zu entspannte Atemwege während des Schlafs.

Für wen oder welche Fälle ist die Therapie ungeeignet?

Allen ausschliesslichen Nasenschnarcher und alle Patienten mit einer zentralen Schlafapnoe ist von der Behandlung abzuraten. Erzeugen Übergewicht und/oder Nikotinmissbrauch das Schnarchen, müssen zusätzlich zur Therapie diese Problematiken angegangen werden.

Denn ohne dies bleiben die oberen Atemwege verengt, obwohl die behandelten Weichteile gestrafft sind. Patienten, die photosensible Medikamente einnehmen und Schwangere sind genauso von der Behandlung ausgeschlossen.

Wie funktioniert die Therapie?

Die Methode ist denkbar einfach: Der weiche Teil des Gaumens und Teile des Rachenraumes werden für eine gewisse Zeit kontaktfrei bestrahlt und erwärmt. Benützt wird dafür ein speziell entwickeltes Handstück des Lasers.

Es handelt sich um eine photothermische Technik. Dabei werden die Kollagenfasern selektiv verletzt. An der gleichen Stelle bildet sich neues, strafferes Gewebe. Dadurch wird der Mund-Rachen-Raum weiter.

Als Folge davon vermindert sich das Schnarchen. Es ist ein Walk-in-walk-out-Verfahren, das keinerlei Vorbehandlung wie Anästhesie benötigt. Die Behandlung dauert ca. 40 Minuten. Für einen langfristigen Erfolg wird die Therapie zweimal innerhalb von sechs Wochen wiederholt, jeweils nach 14 sowie 45 Tagen.

Wie unterscheidet sich die Lasertherapie von einem chirurgischen Eingriff?

Es gibt etliche chirurgische Verfahren, die zur Therapie der obstruktiven Schlafapnoe angewendet werden, auch laserunterstützte. Beispielsweise werden verschiedene Gaumenplastiken, Unterkiefer- oder Oberkiefervorverlagerungen vorgenommen.

All diese Vorgehensweisen haben ihre Berechtigung. Insbesondere wenn das Schnarchen durch ausgeprägt kleine Ober- oder Unterkiefer hervorgerufen wird. Allerdings sind sie alle invasiv und werden meistens stationär unter Narkose durchgeführt. Im Gegensatz dazu ist die Lasertherapie keine chirurgische Praktik.

Gibt es Vorteile?

Vorteilhaft sind die unkomplizierte, schnelle Behandlung und die äusserst gute Verträglichkeit ebenso die im Vergleich zu anderen, invasiveren Therapien geringeren Kosten. Ausserdem bemerkt der Patient sofort ein Ergebnis.

Welche Risiken und Nebenwirkungen hat die Behandlung?

Keine.

Ist die Therapie schmerzhaft?

Nein. Die Behandlung ist schmerzfrei. Manche Patienten beschreiben ein Gefühl von einem erwärmten Gaumen, aber nur sehr wenige empfinden dies als unangenehm.

Was spürt der Patient nach der Behandlung und wie lange hält es an?

Es kann zu einem leichten Ziehen im bestrahlten Gebiet kommen, vergleichbar mit einer Angina. Diese Beschwerden treten am selben Abend auf und verschwinden am nächsten Tag wieder.

Kann der Patient danach alles essen und trinken?

Für den gereizten Rachen kann es angenehmer sein auf saure oder scharfe Nahrungsmittel ferner auf Alkohol und Nikotin zu verzichten.

Wie lange dauert der Heilungsprozess?

Durch das Schrumpfen der Kollagenfaser entstehen Mikroverletzungen im Bindegewebe. Gleichzeitig wird durch den thermischen Reiz der natürliche Heilungsprozess aktiviert. So bildet sich bereits in zwei bis drei Tagen gesundes Kollagen.

Wie sieht die Nachsorge aus?

Abgesehen von den drei Behandlungen und den regelmässigen Befragungen zum Fortschritt braucht es keine Nachsorge. Telefonisch befragt wird nach drei, sechs und zwölf Monaten. Im Zuge unseres Zahnreinigungsrecalls wird der Verlauf ebenfalls kontrolliert.

Wie hoch ist die Erfolgsrate der Lasertherapie?

Studien berichten von einem 70 bis 90-prozentigen positiven Resultat innert 15 Monaten nach abgeschlossener Behandlung.

Sollte die Behandlung nicht gelingen, bestehen weitere Möglichkeiten das Schnarchen zu reduzieren?

Es stehen diverse Antischnarchtherapien und -eingriffe zur Verfügung, die aber von den Leidenden nur ungern beansprucht werden. Vielleicht weil sie zu invasiv sind. Ich denke an chirurgische Verfahren mit ihren ganzen Nachteilen wie Hospitalisierung, Nachschmerzen usw.

Zudem existieren Methoden mit Schienen oder Atemgeräten. Bekanntlich ist bei diesen die Einhaltung suboptimal. Da sich die Betroffenen in ihrer Schlaffreiheit eingeschränkt fühlen, fällt es ihnen schwer, diese Geräte diszipliniert zu tragen.