Ständiger Harndrang...

Schmerz in der Harnröhre, ein Brennen beim Wasserlösen, Blasenkrämpfe und ständiger Druck im Unterbauch. Fast jede Frau leidet im Laufe ihres Lebens einmal an einer Blasenentzündung.


Jede zehnte Frau ist sogar ein- bis zweimal pro Jahr davon betroffen.


Bei immer wiederkehrenden Entzündungen (ab dreimal pro Jahr) wird es richtig schlimm und die Lebensqualität leidet.

Kalte Füsse, ein Schwimmbadbesuch oder Sexualkontakt können bereits Angst vor einer erneuten Entzündung auslösen. Häufig wird ein vaginales Brennen irrtümlich für den Beginn einer erneuten Blasenentzündung interpretiert. Brennen, Schmerzen und Blasenkrämpfe lassen vorschnell zu einem Antibiotikum greifen und dem Körper bleibt keine Zeit, seine natürlichen Abwehrkräfte zu mobilisieren.

Meist heilt eine einfache Blasenentzündung aber spontan wieder aus. Bei komplizierten Blasenentzündungen wird im Idealfall mittels Urinkultur der Erreger bestimmt, seine Resistenzen getestet und dann ein Antibiotikum verabreicht, auf das der Erreger sensitiv ist.

Ohne Resistenzprüfung kann der Einsatz von unterschiedlichen Antibiotika bei wiederkehrenden Infekten zur Selektion von multiresistenten Keimen führen.

Eine Alternative...

...oder als Überbrückung bis zum Resultat der Urinkultur ist die Therapie mit Schmerzmitteln und Phytotherapeutika. Phytotherapeutika enthalten verschiedene Wirkstoffe und sollten möglichst naturbelassen zum Einsatz kommen.

Es gibt sie in Form von Tees, Säften sowie Tabletten/Dragees. Sie wirken entzündungshemmend, antibakteriell, antiadhäsiv, abschwellend, reizmildernd, schmerzstillend, krampflösend, entspannend und wassertreibend. Zur natürlichen Behandlung haben sich besonders Preiselbeersäfte, D-Mannose (Einfachzucker), Nieren- und Blasendragees, Kapseln mit Bärentraubenblättern sowie verschiedene Teemischungen aus Birken-, Goldruten-, Brennnessel- und Bärentraubenblättern, Hauhechelwurzel etc. bewährt.

Produkte mit Bärentraubenblättern dürfen allerdings nicht zu häufig und nicht langanhaltend eingenommen werden. Preiselbeersäfte und D-Mannose können problemlos dauerhaft angewendet werden und eignen sich sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung von Blasenentzündungen.

Bio-Preiselbeersaft enthält eine hohe Menge an sekundären Pflanzenstoffen, die das Andocken von E.-coli-Bakterien (der häufigste Erreger von Blasenentzündungen bei der Frau) an die Blasenschleimwand verhindern und so einer Entzündung vorbeugen.

Immer wiederkehrende Blasenentzündungen...

...können zu grossen psychischen Belastungen führen. Die Abnahme der Schlafqualität, Ängste vor Rückfällen, innere Anspannung durch ständigen Harndrang können eine Stresssituation auslösen und das Immunsystem belasten.

Hierfür ist seit Kurzem in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern eine natürliche Kombination von Bio-Preiselbeersaft mit Hanfblütentee erhältlich. Der zugefügte Hanfblütentee lindert den Schmerz, wirkt entspannend und verbessert den Schlaf.

Ein weiterer wichtiger Therapiebaustein ist die richtige Intimpflege.


Eine übertriebene Intimpflege – zu häufiges Waschen, Benutzung von parfümierten Waschlotionen – zerstört das natürlich schützende Scheidenmilieu mit Milchsäurebakterien.
 

Dies begünstigt das Wachstum von anderen Bakterien, Pilzen und Viren, welche in der Scheide und auf der Haut vorkommen. Bei der Intimpflege also lieber weniger waschen, dafür häufiger mit einer Fettcreme pflegen und bei einem hormonellen Ungleichgewicht zusätzlich lokal eine Hormoncreme oder -zäpfchen anwenden.

Alle Massnahmen helfen aber alleine nicht, wenn nicht zwei bis drei Liter Flüssigkeit über 24 Stunden eingenommen wird. Gönnen Sie sich bei einer Entzündung Ruhe und verzichten Sie nicht auf die wohltuende Wärme einer Bettflasche oder eines Kirschsteinsäckchens.