Betroffene und Angehörige müssen sich in ihrer neuen Situation zurechtfinden. Denn langfristig werden immer mehr Hilfestellungen nötig, da Angehörige zunehmend die Rolle der Pflegeperson übernehmen und  sich in ärztliche Konsultationen einbringen müssen.

«Wichtig ist es, die Angehörigen schon früh auf diese Aufgabe vorzubereiten, damit sie sich dabei selbst nicht aufgeben. Ich nenne dies die ‹Sorgfalt gegenüber sich selbst›», sagt Frau Elisabeth Ostler.

Sie ist Pflegefachfrau und Leiterin für Pflege und Weiterbildungen und leitet Selbsthilfegruppen sowie verschiedene Seminare, sowohl für Parkinson-Erkrankte als auch für ihre Partner.

Ihrer Meinung nach sollten Angehörige über einen grossen Wissensbereich verfügen, insbesondere was Symptome und Therapiemöglichkeiten mit ihren Wirkungen und Nebenwirkungen anbelangt, und die Parkinson-Erkrankten zu viel körperlicher Bewegung anleiten.

«Denn Sport zögert nicht nur den Krankheitsverlauf hinaus, es macht auch Spass, sich gemeinsam zu betätigen.»