TIPPS

Gut zu wissen
Eine umfassende Zahnprophylaxe umfasst drei Bereiche: Ernährung, Mundhygiene und Fluoride.

Zucker
Die Vorbeugung gegen Karies beginnt bei den Essgewohnheiten. Der Genuss zuckerhaltiger Süssigkeiten sollte auf die Hauptmahlzeiten beschränkt werden. Werden die Zähne anschliessend gründlich gereinigt, wird der Zahnbelag entfernt, der Zahnschmelz bleibt intakt.

Säure
Die Säureproduktion in der bakteriellen Plaque beginnt unmittelbar nach Zuckerkontakt. Deshalb sollte man gezuckerte Snacks zwischen den Mahlzeiten vermeiden. Bedenkenlos sind Frischgemüse, Früchte und zuckerfreies Mineralwasser, ebenso Brot, Butter, Käse, Wurst, Eier oder Milch.

Reingung
Bei der Mundhygiene geht es hauptsächlich darum, den bakteriellen Zahnbelag zu entfernen. Dazu genügt die Zahnbürste allein nicht. Zur gründlichen Reinigung der besonders gefährdeten Zahnzwischenräume braucht es zusätzlich Zahnseide, Zahnhölzer und Interdentalraum-Bürstchen.

Häufigkeit
Die Zähne müssen nach jeder Hauptmahlzeit und nach jeder süssen Zwischenmahlzeit gereinigt werden. Einmal täglich – am besten abends – besonders gründlich. Am wichtigsten ist die Beherrschung der richtigen Zahnputztechnik. Hier hilft Ihnen Ihr Zahnarzt oder Ihre Dentalhygienikerin gerne weiter.

Prävention
Eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung der Zähne spielen Fluoride. Sie machen den Zahn widerstandsfähiger gegen Säure und hemmen das Wachstum von Plaque-Bakterien, den Auslösern von Karies. Wirksame Kariesvorbeugung kann durch lokale Fluoridanwendung oder durch den Gebrauch von fluoridiertem Salz beim Kochen sichergestellt werden.

Nahrungsmittel
Um den Fluorbedarf zu decken, kann man mit Speisesalz würzen, das mit Fluoriden angereichert ist. Auch im Trinkwasser findet man Spuren von Fluor, es reicht also theoretisch schon, wenn man genügend Wasser trinkt. In Lebensmitteln findet man vor allem in Meeresfisch und schwarzer Tee relativ viel Fluor.

Seien wir ehrlich: Für manche von uns ist Zähneputzen eine lästige Pflicht. Die Reinigung der Zähne ist aber wichtig. Morgens, mittags, abends. Vorne und hinten, innen und aussen. So putzen denn die meisten Menschen ihre Zähne aus Routine.

Aber, Hand aufs Herz: Macht Zähneputzen wirklich Spass? Schon im Kindesalter waren die bösen «Zahnteufelchen» gefürchtet. Und auch die Zahnfee mahnte zur Pflicht. In vielen Familien erinnerte eine Sanduhr im Badezimmer unbarmherzig daran, wie lange die Prozedur zu dauern hatte.

Wann und wie putzen

Um die Zahnreinigung kommt aber niemand herum: Die Zähne müssen unmittelbar nach jeder Hauptmahlzeit und zusätzlich nach jeder süssen Zwischenmahlzeit gründlich gereinigt werden. Das wichtigste Instrument der Zahnreinigung ist nach wie vor die Zahnbürste. Weiche Kunststoffborsten eignen sich besser als Naturborsten, weil sie hygienischer, elastischer und dauerhafter sind. Eine Zahnbürste hält höchstens zwei Monate.

Nach rund 100 bis 200 Reinigungen muss sie ausgewechselt werden. Das systematische Vorgehen bei der Reinigung mit der Zahnbürste ist für den Erfolg entscheidend. Zur Kontrolle sollte die angewendete Putztechnik im Spiegel beobachtet werden. Für die Reinigung der Zahnzwischenräume ist Zahnseide das wichtigste Hilfsmittel. Mit zunehmendem Alter oder nach einer behandelten Zahnfleischerkrankung werden die Zwischenräume grösser, da sich das Zahnfleisch zurückzieht.

Hier hilft eine spezielle Zahnseide, die sich etwa alle 10 cm zu einer kleinen Bürste verdickt. Damit können auch grosse Zwischenräume gut gereinigt werden. Auch mit Interdentalbürsten lassen sich weit geöffnete Zahnzwischenräume optimal reinigen.

Selbst bei der besten Zahnpflege bleiben an schwer zugänglichen Stellen mit der Zeit Reste von Zahnbelag zurück. Es ist deshalb wichtig, dass der Zahnarzt den Gebisszustand halbjährlich kontrolliert. Dabei kann er den Zahnstein entfernen.

Die richtige Technik

Auch der Zahnbürste kommt grosse Bedeutung zu. Zahnmediziner empfehlen Bürsten mit kleinem Kopf und weichen Borsten. Nach jedem Gebrauch muss der Zahnbürstenkopf mit Wasser ausgespült und an der Luft getrocknet werden.

Beim Zähneputzen selber geht es darum, die Aussen- und Innenflächen der Zähne mit vertikalen Bewegungen bis und mit Zahnfleischrand zu reinigen. Die Kauflächen sollten mit kleinen kräftigen Bewegungen von hinten nach vorne gebürstet werden. Nach der Zahnreinigung sollte man ausspucken, aber den Mund nicht mit Wasser spülen. So bleiben die Fluoride der Zahnpasta länger wirksam.

Ist nach dem Essen keine Zahnbürste verfügbar, kann auch ein zahnfreundlicher Kaugummi gute Dienste leisten. Das Kauen fördert den Speichelfluss und hilft so, Speisereste wegzuspülen und zahnschädliche Säuren zu neutralisieren.

Als Ergänzung zum Zähneputzen kann auch eine fluoridhaltige Mundspülung eingesetzt werden, sinnvollerweise vor allem zwischen den Mahlzeiten. Bereits Kleinkinder sollten mit Unterstützung der Eltern zur richtigen Reinigungstechnik angeleitet werden. Wenn die Milchzähne durchbrechen, wird die Kariesvorbeugung mit dem Spurenelement Fluorid wichtig.

Ein vorzeitiger Milchzahnverlust infolge kariöser Zerstörung macht häufig Stellungskorrekturen bei den bleibenden Zähnen nötig.

Bis zu 30'000 Schwingungen pro Minute

Die ersten elektrischen Zahnbürsten, die vor rund 40 Jahren auf den Markt kamen, waren Handzahnbürsten unterlegen. Sie galten zwar als neuste Errungenschaft der Technik, wurden jedoch von Zahnärzten nur Personen empfohlen, die eine gestörte Feinmotorik haben.

Die Technik hat sich in den letzten Jahrzehnten aber massgeblich weiterentwickelt, so dass elektrische Zahnbürsten der neusten Generation Handzahnbürsten in der Regel überlegen sind. Neu gibt es heute Schallzahnbürsten.

Oszillierende Bürsten verfügen über einen kleinen, runden Bürstenkopf, der es erlaubt, auch schwer zugängliche Bereiche zu reinigen. Allerdings kann eine nicht korrekte Handhabung zu Zahnfleischverletzungen führen. Ultraschallzahnbürsten wiederum arbeiten mit bis zu 30'000 Schwingungen pro Minute.

Die Putztechnik ist derjenigen von Hand­zahnbürsten sehr ähnlich, so dass eine falsche Handhabung praktisch ausgeschlossen werden kann.