Unter dem Begriff eHealth werden alle elektronischen Gesundheitsdienste zusammengefasst. Mit dem digitalen Austausch von Daten und Informationen sollen die Abläufe im Gesundheitswesen optimiert und alle beteiligten Akteure untereinander besser vernetzt werden: Patienten, Ärzte, Labors, Apotheken, Spitäler und Pflegende.

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen hat zum Ziel, mehr Sicherheit, Effizienz und Qualität in der medizinischen Versorgung zu schaffen.
Die von Bund und Kantonen gemeinsam erarbeitete «Strategie eHealth Schweiz» wurde im Juni 2007 vom Bundesrat verabschiedet.

Der Bundesrat unterstützt damit die Entwicklung von eHealth weiterhin aktiv und hat diese Thematik in den Zielen der Strategie «Gesundheit 2020» festgeschrieben.

Die anvisierten Ziele

Die «Strategie eHealth Schweiz» bezweckt einerseits, das elektronische Patientendossier auf nationaler Ebene einzuführen, anderseits ein Gesundheitsportal mit gesundheitsrelevanten Informationen für die ganze Schweiz zur Verfügung zu stellen.

Einig sind sich alle Akteure, dass das elektronische Patientendossier einem strengen und jederzeit kontrollierbaren Datenschutz unterliegen muss. Mit gutem Grund: Noch nie gab es so viele Möglichkeiten, Daten zu erheben, zu sammeln und auszuwerten. In diesem Kontext gewinnen eHealth und mobile Versorgungssysteme im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung.

Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die Daten nicht missbräuchlich verwendet werden. Gesundheitsdaten werden heute weltweit und milliardenfach gespeichert: in Arztpraxen ebenso wie in Spitälern, Apotheken und auf Smartphones.

Nutzung etablieren

Die eHealth-Strategie Schweiz fokussiert auf den regulierten Gesundheitsmarkt mit den herkömmlichen Leistungserbringern. Dabei werden künftig die elektronische medizinische Dokumentation sowie der Austausch von entsprechenden Dokumenten in der Behandlungskette eine zentrale Rolle spielen.

Zu diesem Zweck soll das zukünftige Kommunikationssystem konzipiert und für die Nutzung etabliert werden. Für die nationale Verbreitung des elektronischen Patientendossiers kann der Trend des «internetbasierten, persönlichen Gesundheitsmanagements» eine positive Unterstützung sein.

Der künftige ePatient

Neue Services werden das Gesundheitssystem in Zukunft stark verändern. Ist in diesem Zusammenhang die Angst vor dem «gläsernen» Patienten berechtigt? Verglichen mit den meisten heute genutzten Social-Media-Plattformen muss bei eHealth mindestens derselbe Sicherheitslevel wie bei eBanking vorausgesetzt werden. Es ist deshalb Aufgabe aller involvierten Akteure, sichere, verlässliche und gut nutzbare Services anzubieten.

Ebenso wichtig ist, das Gesundheitssystem auf die neuen Trends einzustellen, insbesondere auch bezüglich der Anreize und der Abgeltung von Mehraufwand: in Bereichen also, in denen ein Akteur für nachgelagerte Teilnehmer Digitalisierungsarbeiten leistet.