Jeder Schritt eine Qual

Dass gesunde Füsse einen grossen Beitrag zum allgemeinen Wohlbefinden leisten, wussten schon die alten Ägypter. Und auch heute hat sich daran wenig geändert.

Denn wer schon einmal an Fussbeschwerden gelitten hat weiss: schmerzhafte Füsse können jeden Schritt zur Qual werden lassen und den Alltag massiv Einschränken. Hier kommt die  Podologie zum Einsatz.

«Neben der Behandlung von Beschwerden gehören auch therapeutische Massagen und die individuelle Beratung für eine anhaltende Fussgesundheit zu unserem Aufgabenbereich», sagt Edith Dürrenberger, Präsidentin des Schweizerischen Podologen-Verbands SPV.

Breites Behandlungsspektrum

Die Podologie ist ein wichtiger Player in der Fussgesundheit und das Behandlungsspektrum einer Podologin breit. «Wir behandeln Pathologien der Nägel und der Haut, wie zum Beispiel eingewachsene oder verdickte Zehennägel, Nagelpilze, übermässige Hornhaut oder Schwielen und Hühneraugen (Clavi), die fachgerecht entfernt werden», so Dürrenberger.

Daneben werden aber auch Spezialitäten wie die Orthonyxie (spezielle Spangentechnik bei eingewachsenen Nägeln), Verbands- und Orthesentechnik (für Zehenkorrektur und Druckentlastung) sowie die Nagelprothetik (künstlicher Nagelersatz) bei medizinischen und kosmetischen Problemen angewandt.

Zur Steigerung des Wohlbefindens werden zusätzlich therapeutische Fuss- und Unterschenkelmassagen angeboten.

Besonderes Augenmerk: Risikopatienten mit Diabetischem Fusssyndrom

Eine besondere Bedeutung wird der Behandlung des diabetischen Fusses beigemessen. Dieser zeigt sich darin, dass banale Wunden nicht spontan abheilen und so zu Infektionen führen können.

Ursachen sind Drucküberlastung,  Durchblutungsstörungen und Nervenschädigung der unteren Extremitäten. «Diabetespatienten sind Risikopatienten und dürfen nur von ausgebildeten Podologinnen und Podologen behandelt werden. Hier ist zudem die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen Fachpersonen wichtig», so Edith Dürrenberger.

Anerkannter Beruf

«Den Beruf der Podologin gibt es in der Schweiz schon seit über 80 Jahren. Seit 2005 ist er mit einem eidgenössisch anerkannten Titel offiziell im Schweizerischen Berufsbildungssystem vertreten», so Dürrenberger.

Die Ausbildung besteht aus einer dreijährigen Vollzeit-Berufslehre die mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) abgeschlossen wird. Seit Herbst 2012 können sich Podologinnen und Podologen mit EFZ mit einer dreijährigen, berufsbegleitenden Höheren Fachschule zur dipl. Podologin HF / zum dipl. Podologen HF weiterbilden.