Die Diagnose einer chronischen Erkrankung, etwa Parkinson, ist für die direkt Betroffenen eine grosse Herausforderung. Doch auch das Leben der Angehörigen verändert sich.

Eben noch Gattin, Tochter, Sohn oder Bruder, finden sich diese in der ungewohnten Rolle der Betreuungs- oder gar der Pflegeperson wieder. Dieser Rollenwechsel ist schwierig – zumal sich die Rollencharakteristik aufgrund der Krankheitsprogression stetig wandelt.

Pflegen zu Hause

Trotzdem stellen sich unzählige Menschen dieser Herausforderung. Die meisten chronisch Kranken werden zu Hause versorgt und gepflegt. Damit dies möglichst gut und über lange Zeit gelingen kann, benötigen die Angehörigen profunden Rat und Beistand in vielen Fragen, etwa zu Lebensplanung, Sozialversicherungsrecht, Unterstützungs- und Entlastungsangeboten oder zu konkreten Handlungen der häuslichen Pflege.

Rund um die Uhr

Diesbezüglich stehen Patientenvereinigungen wie Parkinson Schweiz den Angehörigen, aber auch Pflegefachpersonen, zur Seite. Mit Informationen, Beratungen sowie Kursen und Seminaren.

Ebenfalls wertvolle Anlaufstellen sind die Sozialdienste der Wohngemeinde und überregionale Institutionen (zum Beispiel Pro Infirmis, Pro Senectute, Spitex). Und im Fall spezieller Therapieformen, etwa Medikamentenpumpen, bieten verantwortungsbewusste Hersteller eine Rund-um-die Uhr-Unterstützung an.

Unterstützung möglichst früh

Zentral ist, dass Angehörige möglichst früh Unterstützung suchen und annehmen. Wer es auf eigene Faust versucht, manövriert sich über kurz oder lang in eine Überlastungssituation hinein.

Das aber dient weder der eigenen Gesundheit noch dem Wohl der erkrankten Person. Zurückhaltung oder gar Scham sind also unangebracht. Hingegen ist Offenheit für Hilfe insbesondere bei chronischen Leiden wie Parkinson die Basis für eine langfristig gute Lebensqualität.