Fast Food, Bürojob und Bewegungsmangel – Warum vor allem in der Schweiz sehr viele Menschen mit erhöhten Cholesterinspiegeln zu kämpfen haben, ist insbesondere der modernen Lebensweise geschuldet, die mit zu fetthaltiger Ernährung und zu wenig Bewegung zu Buche schlägt.

Cholesterin wird für die Produktion von Gallensäure zur Fettverdauung sowie für den Aufbau der Zellwände benötigt. Das für stabile Knochen wichtige Vitamin D und die Produktion verschiedener Hormone kann der Körper nur durch die Zufuhr dieses fettähnlichen Stoffes bilden.

Cholesterin wird für die Produktion von Gallensäure zur Fettverdauung sowie für den Aufbau der Zellwände benötigt

Doch oft konsumieren wir davon zu viel. Die Fallzahlen des Diabetes mellitus Typ 2 stiegen aufgrund des modernen Lebensstils in den letzten Jahren immer weiter an. Während dieser Diabetes-Typ einst als Altersdiabetes bekannt war, tritt er nun vermehrt in jüngeren Jahren und immer häufiger bei Kindern und Jugendlichen auf.

Neben einer ungesunden Lebensweise, ist jedoch auch die erbliche Veranlagung ein wichtiger Faktor. Oft weisen Typ-2-Diabetiker zudem eine ungünstige Konstellation von erhöhten Triglyzeriden und erhöhtem LDL-(Low-Density-Lipoprotein-)Cholesterin und zu niedrigem HDL-(High-Density-Lipoprotein-)Cholesterin auf, welches die Gefässe eigentlich schützen soll.

Im Blut ist das Cholesterin nicht löslich, weshalb das HDL-Cholesterin von einem Eiweissmantel umhüllt wird und das LDL-Cholesterin jedoch mehr Cholesterin enthält. Ein zu hoher Cholesterinspiegel ist daher meist auf einen zu hohen LDL-Cholesterinanteil zurückzuführen.

Dies hat zur Folge, dass bei einem ungenügend behandelten Diabetes die Gefässwände durch die hohen Blutzuckerwerte geschädigt werden und sie ihre natürliche Elastizität verlieren. Langfristig führt dies zu hohem Blutdruck und Arterienverkalkungen, die im schlimmsten Falle sogar einen Hirnschlag oder Herzinfarkt verursachen können.

Will man sein Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten senken, sollte man nebst der Ernährung auch andere Faktoren wie Rauchen, einen zu hohen Blutdruck, Bewegungsmangel oder Übergewicht einbeziehen.

Etwas Sport und eine bewusste Ernährung sind wichtig. Hier können Pflanzenstanole helfen. Sie haben eine ähnliche Struktur wie Cholesterin und kommen zum Beispiel in Getreide, Soja oder Mais vor. Ausserdem hemmen sie nachweislich die Aufnahme von Cholesterin in den Blutkreislauf.

Kombiniert man sie mit Pflanzenölextrakten, erhält man den sogenannten Pflanzenstanolester. Dieser ist gut löslich und kann deshalb gebräuchlichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Milchprodukten beigegeben werden.

Allerdings sollten diese Produkte nur von Personen konsumiert werden, die tatsächlich einen erhöhten Cholesterinspiegel haben, so das Bundesamt für Gesundheit BAG.