Der Händedruck beim Arzt oder Therapeuten versinnbildlicht das. Er ist Ausdruck gegenseitigen Vertrauens und Verpflichtungserklärung zugleich, sich auf die Ausführungen des Gegenübers einzulassen und gemeinsam Lösungsstrategien zu entwickeln.

Kein Geschenk der Natur

Unsere Gesundheit ist ein kostbares Gut. Sie ist kein Geschenk der Natur und wir haben Sorge zu ihr zu tragen. Ist sie bedroht, sind wir auf die Expertise von Gesundheitsfachleuten angewiesen, die uns in unserer Entscheidungsfindung bei der Therapiewahl unterstützen.

Erfahrung und Üben

In einer technologisierten und digitalisierten Welt, in der zusehends moderne bildgebende Verfahren die medizinische Diagnostik beherrschen, besteht die Gefahr, dass wichtige praktische Untersuchungsfertigkeiten in Vergessenheit geraten.

Gerade die Hände von Ärzten und Therapeuten sind ein wichtiges Instrument, um eine direkte Beziehung zwischen dem vom Patienten Erlebten und körperlichen Befunden herstellen zu können.

Berührung und Reaktion darauf liefern im ärztlichen und therapeutischen Untersuch nach wie vor wesentliche diagnostische Hinweise. Manuelle Fertigkeiten aber erfordern viel Erfahrung und stetiges Üben.

Wirksames Selbstmanagement

Die Physiotherapie, und insbesondere ihre Spezialisierung, die manuelle Therapie, die nach wie vor mit wenigen Hilfsmitteln arbeitet und gezielt Hand anlegt, stellt eine Gesundheitsberufsgruppe dar, welche die Fertigkeiten der klinischen Untersuchung des Bewegungsapparats kontinuierlich weiterentwickelt und therapierelevante Funktionsdiagnostik betreibt.

Dies macht sie notabene mit wenig Risiko und sehr kostengünstig. Therapeutenhände helfen zu verstehen, zu erklären, zu regulieren und schaffen damit notwendige Voraussetzungen für wirksames Selbstmanagement. Die Wiedererlangung der Autonomie des Patienten ist in der Physiotherapie Aufgabe und Ziel zugleich.

Beweglich und stabil zugleich

Unsere Füsse erhalten oft wenig Aufmerksamkeit, obwohl sie uns bis ans Ende unserer Tage tragen. Sie sind unser Fundament, das Achtsamkeit und Pflege verlangt. Fehlstellungen und Überlastung können zu Beschwerden auch fern des Fusses führen.

Knie-, Hüft- aber auch Rückenschmerzen können die Folge sein. Als «Sinnesorgan» mit zahlreichen Sensoren an den Fusssohlen tragen sie aber auch substanziell zu einer adäquaten Körperbalance im Stehen und Gehen bei. Ohne bewegliche und stabile Füsse wären unsere Mobilität und unsere Teilnahme am gesellschaftlichen Leben stark eingeschränkt.

Gerade im Alter sind dies Themen, die direkt in Beziehung zur erlebten Lebensqualität stehen. Achten wir deshalb auf gesunde und fitte Füsse, tun wir aktiv was dafür. Regelmässige Fussgymnastik und geeignetes Schuhwerk sind dabei Schlüsselelemente.

Gute Gesundheitsdienstleistung zeichnet sich dadurch aus, Hand für Problemlösungen zu bieten mit dem Ziel, Betroffene zu befähigen, wieder auf eigenen Füssen stehen und durchs Leben gehen, springen und tanzen zu können. So gesehen hat sie immer Hand und Fuss.