Das Kamra-Implantat ist eine «Mini Blende», die in die Hornhaut eingesetzt wird. Das Auge kann so auch ohne Lesebrille wieder auf nahe Gegenstände fokussieren, die Fernsicht bleibt so gut wie unverändert, das Implantat ist nahezu unsichtbar.

Die Behandlung wird ambulant durchgeführt, dauert nur wenige Minuten und zur Betäubung des Auges sind lediglich Augentropfen erforderlich.

Mit Hilfe des modernen Femtosekundenlasers, der auch für die Korrektur von Kurz- oder Weitsichtigkeit eingesetzt wird, erzeugt der Arzt ohne Schnitt eine «Tasche» im Innern der Hornhaut, in die das Kamra platziert wird.

Das Implantat kann nicht herausfallen und auch nicht verrutschen, die Hornhaut schliesst sich nach dem schmerzlosen Eingriff von selber wieder.

Zum Ausgleich der Alterssichtigkeit

Das Kamra wird nur in ein Auge eingesetzt, und zwar in das nicht-dominante (das Auge, mit dem Sie nicht fotografieren). Direkt nach der Behandlung ist das Sehen etwas verschwommen, bereits nach wenigen Stunden normalisiert sich die Fernsicht wieder.

Die Nahsicht verbessert sich dann im Laufe einiger Tage bis Wochen. «Die meisten Patienten können dank Kamra weitgehend auf eine Lesebrille verzichten», sagt Dr. Walter Aus der Au.

Das Kamra-Implantat wird von einigen Ärzten in der Schweiz erfolgreich zum Ausgleich der Alterssichtigkeit eingesetzt, auch in Kombination mit der Korrektur von zusätzlichen Fehlsichtigkeiten mittels Femto-Lasik und nach Katarakt-Operationen.