Solch ein Zahnersatz kann etwa ein Zahnimplantat sein. Ein Implantat ist eine Schraube, die mit einem chirurgischen Eingriff in den Kieferknochen eingesetzt wird und dort als Ersatz für die Zahnwurzel dient. Auf diesem künstlichen Pfeiler wird anschliessend ein Zahnersatz befestigt.

Implantate bestehen in der Regel aus Titan, da dieses Material vom Körper sehr gut vertragen wird und in der Regel keine allergischen Reaktionen auslöst. Mit Implantaten lässt sich ein einzelner Zahn ersetzen, eine grössere Zahnlücke beheben oder sogar einen ganz zahnlosen Kiefer versorgen.

Behandlung gliedert sich in vier Phasen

Das Ziel eines Zahnersatzes ist es so auszusehen, ebenso gut zu funktionieren und sich auch anzufühlen wie die eigenen natürlichen Zähne.

Die Behandlung beginnt mit der Beratungs-, Abklärungs- und Planungsphase. In einem Beratungsgespräch werden die Patienten über die Vor- und Nachteile sowie über die Risiken und Kosten informiert. Die Behandlungskosten sind abhängig von der Ausgangslage und der Komplexität des Falls. Entscheidet man sich für ein Implantat, folgt die Abklärungsphase.

Es werden Röntgenaufnahmen angefertigt, um das Knochenangebot zu klären, krankhafte Zustände auszuschliessen und die Nachbarzähne zu beurteilen. Danach folgt die Planungsphase, in der ein individueller Therapieplan erstellt wird. Die Gesamtdauer einer Implantatbehandlung beträgt in der Regel zwischen drei bis neun Monaten.

Chirurgischer Eingriff

Beim chirurgischen Eingriff öffnet der Zahnarzt ambulant unter lokaler Betäubung das Zahnfleisch und präpariert den Kieferknochen mit Spezialbohrern: Es wird ein zirka drei bis sechs Millimeter weites und zehn bis fünfzehn Millimeter tiefes Loch in den Knochen gebohrt, in welches das Implantat eingesetzt wird.

Die Beschwerden nach der Operation sind meist gering und werden mit Schmerztabletten gelindert. Abhängig vom Ort der Implantation, heilt das Implantat vom Zahnfleisch verdeckt oder offen. In jedem Fall wird die Zahnlücke mit einem vorläufigen Zahnersatz versorgt.

Die Einheilphase dauert unterschiedlich lange – in der Regel zwischen drei und sechs Monate. Ist die implantierte Schraube gut eingewachsen, passt der Arzt den endgültigen Zahnersatz an, der später auf der Kunstwurzel sitzt.

Eine kontinuierliche Nachsorge durch den Zahnarzt und die Dentalhygienikerin ist zentral. Denn nur so können Entzündungen und Probleme rechtzeitig erkannt werden. Zudem ist eine gute Mundhygiene des Patienten eine wichtige Voraussetzung für den langfristigen Erfolg der Implantattherapie.