Bei einem Reflux handelt es sich um den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre oder den Mund. Hält sich der Reflux in Grenzen, wird er von der Speiseröhre problemlos toleriert. Zu Schädigungen kann es aber bei häufigem Rückfluss grösserer Mengen von Magensäure kommen. Die Patienten klagen meist über typische Beschwerden wie ein Brennen hinter dem Brustbein, das bis zum Kehlkopf ausstrahlen kann. Häufig findet der Facharzt bei einer Magenspiegelung am Übergang vom Magen zur Speiseröhre eine Entzündung. Oder er stösst bereits auf Folgen der Refluxerkrankung, die im schlechtesten Fall zu Krebs führen können.

Um einen Reflux zu behandeln, gibt es mehrere Optionen. Meist versucht man, die Säurebildung im Magen medikamentös zu reduzieren. Protonenpumpenblocker sind dabei die am häufigsten eingesetzten Medikamente.

Bei mittleren bis schweren Symptomen sind diese Protonenpumpen- Inhibitoren (PPI) die Medikamente der ersten Wahl. Spricht ein Patient auf die PPI-Standarddosierung nicht ausreichend an, kann die Dosis verdoppelt oder auf zwei Applikationen pro Tag verteilt werden. Die PPI-Behandlung gilt als sehr sicher.

Im Hinblick auf eine langfristige Säuresuppression bestehen jedoch gewisse Bedenken im Hinblick auf potenzielle unerwünschte Wirkungen. Diese müssen vom Hausarzt oder Spezialisten detailliert abgeklärt werden. Den Lebensstil ändern Protonenpumpenblocker (PPI) sind Magenschutz- Medikamente.

Rezeptfrei erhältlich

Früher waren sie rezeptpflichtig, inzwischen sind PPI mit bestimmten Wirkstoffen rezeptfrei in der Apotheke zur Selbstmedikation bei Sodbrennen und saurem Aufstossen erhältlich. Sie sollten vor allem bei der Einnahme gegen Sodbrennen nicht länger als vier Wochen ohne ärztliche Abklärung geschluckt werden.

Sollten sich die Symptome nach der PPI-Einnahme nicht innerhalb von zwei Wochen bessern, ist ein Arztbesuch angezeigt. Als Alternative zur Medikamenteneinnahme kann auch ein chirurgischer Eingri in Erwägung gezogen werden. Solche Operationen sollten aber nur von erfahrenen Operateuren durchgeführt werden.

Eine Operation ist allenfalls angezeigt, wenn der Patient nicht bereit ist, das ganze Leben lang PPI einzunehmen. Zu Reflux und Sodbrennen kommt es vorwiegend tagsüber, die Beschwerden können aber auch nachts im Schlaf auftreten.

Rauchstop, weniger Fett

Als ersten Schritt empfi ehlt der Arzt meist eine Änderung des Lebensstils und der Ernährung. Ein hoher Fettanteil in der Nahrung ist mit einem erhöhten Risiko verbunden. Mit dem Rauchen aufzuhören ist zwar sinnvoll, in Studien wurde dadurch jedoch keine signifi kante Verbesserung der Refl uxsymptomatik beobachtet.

Im Gegensatz dazu ist die Wirksamkeit einer Gewichtsreduktion erwiesen, zumindest bei übergewichtigen Patienten. Wer unter saurem Aufstossen leidet, kann selber etwas dagegen unternehmen. Empfehlenswert ist der Verzicht auf späte Mahlzeiten, wenig Alkohol trinken, Stressvermeidung und das Kopfende am Bett beim Schlafen leicht erhöhen, damit im Schlaf weniger Mageninhalt in die Speiseröhre gelangen kann.