Bewegung ist die beste Vorbeugung gegen Rückenschmerzen. Dennoch leiden gerade Spitzensportler und Menschen, die intensiv Sport treiben, besonders häufig unter Rückenbeschwerden.


Stabilität im Rücken fördern


«Rückenschmerzen kommen bei Sportlern sehr häufig vor», erklärt Dr. Walter O. Frey.  «Ein Grund dafür ist, dass Sportler, insbesondere Spitzensportler, immer das Maximum ausloten und an ihre körperlichen Grenzen gehen. Dabei wird der Rücken oftmals stark belastet.» Rückenbeschwerden sind in sämtlichen Sportarten ein zentrales Thema und es gibt kaum einen Sportler, der nicht schon davon geplagt wurde.

«Es gibt Sportarten, die den Rücken ganz besonders stark belasten. Dazu gehören ästhetische Sportarten wie Kunstturnen, Gymnastik oder Ballett», so Frey. Oftmals bleibt der Rücken für Sportler auch nach dem Spitzensport eine lebenslange Schwachstelle.

Umso wichtiger ist laut Frey, dass die Sportler eine Tiefenstabilität im Rücken und Rumpfbereich aufbauen. «Es reicht nicht, wenn man sich einfach Muskeln antrainiert – die Kernstabilität der Wirbelsäule steht im Vordergrund. Diese trainieren wir gezielt mit unseren Alpinen Ski-Damen.

Die gleiche Aufbau-Technik «Kinetic Control» wenden wir aber auch bei Patienten mit Rückenproblemen an. Mit einfachen, in den Alltag einbaubaren Übungen kann man die Rückenstabilität aufbauen und so allfälligen Rückenschmerzen vorbeugen.

Kein Wintersport ohne Aufwärmen

Bevor es auf die Piste geht, steht denn auch für den «Gelegenheitssportler» ein kurzes Training auf dem Programm. «Aufwärmen und dehnen muss unbedingt sein», so der Sportmediziner. Mit ein paar einfachen Übungen wie situps, Treppentritte hochhüpfen oder Froschhüpfen werden die kalten Muskeln aufgewärmt und fit für die Piste gemacht.

Um Rückenverletzungen bei einem Sturz zu verhindern, kann ein Rückenpanzer sinnvoll sein. «Allerdings sollte man sich dadurch nicht in falscher Sicherheit wähnen und riskant fahren», mahnt Frey.

Wenn der Schmerz kommt

Kommt es beim Sport zu Rückenschmerzen, sollte man als erstes schauen, woher der Schmerz kommt. «Ist es ein leichter Rückenschmerz, kann man ihn mit diversen Hausmitteln wie schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten, einem warmen Bad, Gymnastikübungen oder Massage in den Griff bekommen.

Vergeht der Schmerz, steht weiterer Bewegung nichts im Wege. Anders ist es, wenn der Schmerz ins Bein ausstrahlt. Hier sollte man abklären, was die Ursache ist, und erst danach wieder Sport treiben. Bei einem Nervenausfall, der oft mit Gefühllosigkeit einhergeht, muss man umgehend einen Arzt aufsuchen», erklärt Walter O. Frey.