Die Behandlung mit autologem conditioniertem Plasma, auch bekannt als Eigenblut-Therapie oder unter der Abkürzunge PRP (platelet rich plasma), ist ein neuartiges Verfahren zur Therapie von Muskel- und Sehnenverletzungen sowie verschleissbedingter Gelenkbeschwerden.

Die Therapie basiert auf der Wirkung körpereigener regenerativer Faktoren, die mittels einer einfachen Aufbereitung von zuvor entnommenem Blut des Patienten gewonnen werden.

«Durch das Zentrifugieren des Blutes werden die flüssigen von den festen Blutbestandteilen getrennt und die natürlicherweise vorhandenen Wachstumsfaktoren konzentriert.

Diese optimierte körpereigene Lösung wird anschliessend an die betroffene schmerzhafte Stellen gespritzt, um die natürlichen Heilungs- und Aufbauprozesse im geschädigten Bereich anzuregen», erklärt Dr. med. Michael C. Glanzmann, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates.

Das Verfahren mittels körpereigenem Plasma bietet eine gute Alternative bei chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat, die auf bisherige Massnahmen nicht ausreichend angesprochen haben.

Eine deutliche Linderung kann bei chronischen Sehnenreizungen und wahrscheinlich auch bei verschleissbedingten Gelenkschäden erzielt werden.

Die Dauer des erreichten Effekts scheint bei Gelenkschäden jedoch begrenzt. «Vorteilhafte Resultate wurden in Studien und in der eigenen Erfahrung durch die Eigenblut-Behandlung an Patienten mit chronischen Tennisarm-Problemen  erzielt», ergänzt Glanzmann.

Seit dem 1.1.2011 dürfen auch Profisportler auf das  Behandlungsverfahren uneingeschränkt zurückgreifen, da es die Welt-Antidoping-Agentur nicht länger als Doping einstuft. Wie bei allen Injektionen können Allergien, Infektionen oder Schmerzen an der Einstichstelle auftreten.

«Die Eigenblut-Therapie hat den Vorteil, dass kortison-verknüpfte Nebenwirkungen wie Pigment- und Weichteilveränderungen oder die erhöhte Infektionsgefahr nicht auftreten.

Die Eigenblutbehandlung kommt ohne Zusatzstoffe aus und setzt gänzlich auf autologe Heilungsmechanismen», betont Glanzmann.