Ursprünglich wuchs die Pflanze mit den hübschen, goldgelben Blüten in einem Gebirge im Osten Amerikas, den Appalachen, und wurde von den dort ansässigen Cherokee-Indianern als Zaubernuss bezeichnet.

Kein Wunder, denn bereits die Ureinwohner kannten und nutzten die heilsamen Kräfte aus der Rinde und den Blättern der Hamamelis virginiana, wie der lateinische Name der Pflanze lautet.

Sie tranken nicht nur Hamamelis-Tee bei inneren Blutungen und Entzündungen, sondern legten auch Verbände aus Blättern und pulverisierter Rinde auf Verletzungen, Blutergüsse, Insektenstiche, Verbrennungen und Hämorrhoiden.

Als Winterblüher ist die Pflanze inzwischen auch hierzulande ein gern gesehener Strauch in unseren Gärten. Die  heilsame Wirkung auf die Haut hat inzwischen auch die wissenschaftliche Forschung bewiesen: Hamamelis hilft bei trockener, rissiger Haut, gegen Juckreiz und bei Ekzemen, also beispielsweise bei Neurodermitis.

Die Wirkung ist vergleichbar mit schwach-kortisonhaltigen Präparaten, hat allerdings keine oder kaum Nebenwirkungen. Die Zaubernuss hemmt den Juckreiz und die Entzündungen, Hautrisse und kleine Verletzungen heilen schneller ab.

Auch bei reifer Haut

Doch nicht nur bei Hauterkrankungen ist Hamamelis das Mittel der Wahl, sondern auch bei reifer Haut. Im Laufe der Jahre nimmt nämlich deren natürliche Barrierefunktion ab.

Sie wird einerseits dünner und trockener, anderseits verliert sie an Elastizität und Widerstandskraft. Auch die Aktivität der Talg- und Schweissdrüsen vermindert sich, und nicht zuletzt wird der Säureschutzmantel durchlässig. Die Folge: Die Haut kann nicht mehr umfassend vor dem Eindringen von Bakterien, Viren und Pilzen geschützt werden.

Lotionen, die Zaubernussextrakte enthalten, können diesen Schutzfilm wieder verstärken und so die Barrierefunktion der Haut aufrecht erhalten. Die Haut wird mit Feuchtigkeit und Fett versorgt, die Elastizität verbessert.