Wie entsteht eine Arthrose?

Da überwiegend ältere Menschen von Arthrose betroffen sind, ist es naheliegend zu denken, dass die Arthrose einfach ein Problem des Alters ist.
Die Arthrose ist jedoch multifaktoriell bedingt. Sie ist nicht nur eine Erkrankung des Gelenkknorpels, sondern des ganzen Gelenks mit den verschiedenen stabilisierenden umliegenden Strukturen wie Muskeln, Bänder oder Knochen.

Die Arthrose entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren - genetische, biomechanische, biochemische, entzündliche und stoffwechselbedingte.

Gibt es bestimmte Risikofaktoren, welche die Entstehung einer Arthrose begünstigen?

Ja, die gibt es. Das Alter ist sicher der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung der Arthrose. Die jahrelange Belastung der Gelenke führt zum Verschleiss von Knorpel, Muskeln und Knochengewebe. Auch die mechanische Dysfunktion trägt wesentlich zur Entstehung der Arthrose bei.

Biomechanische Faktoren wie Fehlstellungen (zum Beispiel X- oder O-Beine) oder Instabilitäte, zum Beispiel nach einer Kreuzbandläsion am Knie, bei Meniskusläsionen oder Degeneration) führen zu einer Fehlbelastung des Knorpels. Faktoren wie Übergewicht, Neuropathien oder entzündlich-rheumatische Systemerkrankungen sind weitere mögliche Co-Faktoren und Ursachen der Arthrose.

Eine Sonderform der Arthrose ist die Fingerarthrose. Was sind die Ursachen hierfür?

Die Fingerpolyarthrose ist wahrscheinlich multifaktoriell bedingt. Folgende Faktoren scheinen eine wichtige Rolle zu spielen: Genetische, metabolische (es gibt einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Häufigkeit der Fingerpolyarthrose) und systemische Arthrose sind hierbei zu nennen.

Wie lässt sich eine Fingerpolyarthrose behandeln?

Als Vorbeugung gilt es, Sorge zu seinen Händen zu tragen. Starke Überbelastungen (zum Beispiel beim Sport) sollten vermieden werden, ebenfalls Übergewicht. Die Behandlung umfasst medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien, Operationen, ergotherapeutische Beratung (ergonomischer Einsatz der Hände), Erlernen von Übungen zum Erhalt der Beweglichkeit, Gelenkschutz-Instruktionen, Anwendung von Wärme bei chronischen Schmerzen sowie die Ultraschalltherapie. Ebenfalls kann eine Gelenkschiene zum Einsatz kommen.