Nur mehr drei statt 23 Schmerztage im Monat, eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit und mehr Lebensqualität: Dies ist das Ergebnis einer umfassenden klinischen Studie der Universitäten South­ampton und Bristol, die die Wirkung von Alexander-Technik im Vergleich zu herkömmlichen Behandlungsmethoden untersucht hat.

Patienten mit chronischen oder immer wieder auftretenden lumbalen Rückenschmerzen bestätigten die positiven Veränderungen auch noch ein Jahr später.

Bewegungsmuster individuell optimieren

Die Alexander-Technik wurde vom Australier Frederick Matthias Alexander Ende des 19. Jahrhunderts begründet und fand vor allem in den USA und in England Verbreitung. Sie versteht sich als Lehrmethode zur Veränderung falscher Haltungs- und Bewegungsmuster, die häufig die Ursache für chronische Beschwerden sind.

Der Patient lernt, ungünstige Gewohnheiten abzubauen – zunächst mit Hilfe des Lehrers, später auch ganz selbstständig im Alltag. Jede Person erfordert eine individuelle Vorgehensmethode.

Die Alexander Technik wird daher im Einzelunterricht gelehrt, um eine intensive persönliche Beschäftigung mit dem Schüler zu ermöglichen. Die Technik wird anhand von Alltagsbewegungen wie gehen, sitzen, stehen, aufstehen, nach etwas greifen etc. gelehrt.

Gearbeitet wird auch an spezifischen Bewegungsabläufen wie Schreiben, Radfahren, Bildschirmtätigkeiten etc.

Breite Zielgruppe

Die Alexander-Technik ist für jeden nützlich, der seine körperlichen und geistigen Kräfte optimal einsetzen möchte. Dazu gehören Menschen, die unter Beschwerden leiden, die auf Fehlhaltungen und Störungen des Bewegungsapparates zurückzuführen sind.

Aber auch wer Stress abbauen will, wer professionell oder intensiv mit seinem Körper arbeitet und mit körperlichen und psychischen Belastungen im Beruf besser umgehen möchte, sowie Schwangere können von der Methode profitieren.