Ein Leben ohne Brille oder ­Kontaktlinsen: Welche ­Methode wenden Sie an und wie ­sicher ist der Eingriff?

Die so genannte Excimer-Laser-Technik in Verbindung mit dem Femtosekunden-Laser hat sich in den letzten Jahren bewährt und etabliert. Weltweit werden rund 10 Millionen Patienten pro Jahr damit behandelt. Die ­Behandlungsmethode ist sehr sicher.

Was passiert genau während des Eingriffs, und ist dieser für den Patienten schmerzlos?

Der Eingriff ist schmerzlos und dauert für beide Augen rund 20 Minuten. Vor dem Eingriff wird das Auge mit Tropfen unempfindlich gemacht. Für den Eingriff im Operationssaal wird der Patient auf einem Dreh-Bett unter den Femtosekunden-Laser positioniert. Das Auge wird mit einer kleinen Klammer offen gehalten. Der Patient blickt durch eine Kunststofflinse, die kurz auf das Auge gefahren wird.

Kurze Zeit später ist ein feiner Deckel von 100 Mikrometer vom eigenen Gewebe präpariert worden. Der Patient sieht dann alles leicht verschwommen. Danach wird das zweite Auge vorbereitet und das Bett anschlies­send um 180 Grad zum Excimer-Laser gedreht. Dieser Kaltlichtlaser kann im Tausendstelbereich Moleküle abtragen. Während des Eingriffs werden die Augenbewegungen innert einer Sekunde einige Hundertmal kontrolliert. Nach dem Eingriff kann sich der Patient in einem Ruheraum ­erholen.

Mit welchen Risiken muss der Patient rechnen?

Mit dem Femtosekunden-Laser der neusten Generation gibt es kaum Risiken für den Patienten. In ganz seltenen Fällen kann es zu Infektionen kommen, die behandelt werden können, jedoch Geduld voraussetzen. Trockene Augen sind in der Praxis eine häufigere Nebenwirkung. Im ersten halben Jahr haben bis zu 50 Prozent der Behandelten trockene Augen, weil beim angewendeten Lasik-Verfahren ein Schnitt in die Hornhaut nötig ist.

Dabei werden Nervenfasern durchtrennt, welche die Tränendrüse zur Tränenproduktion anregen. Es kann einige Monate dauern, bis diese Nerven wieder nachgewachsen sind. Hier helfen entzündungshemmende und befeuchtende Augentropfen.

Wie lange dauert die Heilung nach der Operation?

Die Augen sind bei jedem Patienten unterschiedlich. Der eine hat eine bessere Wundheilung als der andere. Dann braucht es mehr Geduld. In der Regel sehen die Patienten nach einem Tag wieder sehr gut. Nach dem Eingriff ist die Sicht in den ersten paar Stunden verschwommen, und die Augen ­können auch ein wenig brennen und kratzen.

Was kostet der Eingriff und wem würden Sie die Operation ­empfehlen?

Der Eingriff mit der neusten Femto-Laser-Gerneration kostet in der Regel um die 4000 bis 4500 Franken pro Auge und ist nicht kassenpflichtig. Ist die Kontaktlinse oder die Brille störend oder in Kombination mit einer Hornhautverkrümmung nicht optimal korrigierbar, ist eine Operation eine interessante Option. Auch ein Patient mit einer extremen Weit- oder Kurzsichtigkeit sollte eine Voruntersuchung und Lasik-­Behandlung in Betracht ziehen.