Die Lunge gehört zu den lebenswichtigen Organen. Sie ist zentral für unsere Atmung, für Gesundheit und Wohlbefinden. Wir sollten ihr besser Sorge tragen: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist heute die vierthäufigste Todesursache.

Als Betroffener ist ein beschwerdefreies Leben heute möglich

In der Schweiz sind 400'000 Menschen von dieser Krankheit betroffen, die auch als «Raucherlunge» bezeichnet wird, obwohl Umweltfaktoren mitverantwortlich sind dafür. Experten gehen davon aus, dass COPD bis 2020 zur dritthäufigsten Todesursache aufsteigen wird. Am Zunehmen sind auch andere Lungenkrankheiten wie Asthma oder Lungenkrebs. Auch sie sind lebensbedrohend.

Betroffene Patientinnen und Patienten leiden unter Atemnot, Husten oder Auswurf. Die Krankheiten entwickeln sich oft schleichend. Wenn Betroffene die ersten Symptome nicht ernst nehmen, drohen schlimme Folgen. Je früher sie zum Arzt gehen, desto schneller kann dieser eine genaue Diagnose stellen und desto besser sind die Heilungschancen.

Beratung und Betreuung

Damit Menschen mit Atembehinderungen möglichst beschwerdefrei und selbstständig leben können, bietet ihnen die Lungenliga Schweiz medizinische Beratung und Betreuung vor Ort an.

Viele Betroffene bekommen bei alltäglichen Tätigkeiten keine Luft mehr und ermüden rasch. In der Folge vermeiden sie körperliche Anstrengung – ein Teufelskreis: Je weniger sie die Lunge trainieren, desto stärker wird ihre Atemnot.

Dank gezieltem Training und Beratung lernen Betroffene, wie sie wieder richtig atmen und gehen können. Zum Programm gehören regelmässige Spaziergänge oder Pedalen auf dem Hometrainer.

Hilfe zur Selbsthilfe

Zu den Kerntätigkeiten der Lungenliga gehören ambulante medizinische und pflegerische Dienstleistungen. Dabei ist eine gute Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachärztinnen und -ärzten sowie mit Spitälern, Spitex-Diensten und weiteren Gesundheitsorganisationen sehr wichtig.

Wir beraten nicht nur Lungenkranke und Atembehinderte, sondern auch ihre Angehörigen: Hilfe zur Selbsthilfe heisst, Patientinnen und Patienten zu befähigen, mit ihrer Krankheit umzugehen, und gleichzeitig die Ressourcen und Kompetenzen der Angehörigen zu fördern.

Vorbeugen ist besser als heilen

Viele Lungenkrankheiten sind umweltbedingt: So haben COPD-Erkrankte oft über eine lange Zeit hinweg Schadstoffe eingeatmet. Betroffen sind nicht nur Raucherinnen und Raucher, sondern auch Maler, Schreiner oder Bauern.

Sowohl bei COPD wie beim Lungenkrebs besteht ein klarer Zusammenhang zum Tabakkonsum. Deshalb ist der erste Therapieschritt immer ein Rauchstopp – nur so kann die weitere Zerstörung der Lunge gebremst werden. Es lohnt sich aber bei jeder Lungenerkrankung und in jedem Krankheitsstadium, mit dem Rauchen aufzuhören.

Die Lungenliga Schweiz engagiert sich für gesunde Luft, sowohl drinnen wie draussen: Nikotin und Teer beeinträchtigen unsere Gesundheit genauso wie Feinstaub und andere Schadstoffe.

Wir appellieren an die Schweizer Politik, besonders Kinder und Jugendliche vor den tödlichen Gefahren des Rauchens zu schützen – zum Beispiel mit einem griffigen Tabakproduktegesetz, das junge Menschen davor schützt, von der Tabakwerbung verführt zu werden und mit Rauchen zu beginnen.

Eine gute Nachricht zum Schluss: Viele Menschen, die unter chronischen Krankheiten der Atemwege oder der Lungen leiden, können heute weitgehend beschwerdefrei leben. Dies unter der Voraussetzung, dass sie ihre Therapien korrekt befolgen.

Wir helfen ihnen dabei und sorgen dafür, dass das Wissen um Lungenkrankheiten und ihre Ursachen täglich zunimmt: Mit unserem Forschungsfonds unterstützen wir vielversprechende Forschungsprojekte in den Bereichen Luft und Lunge. Dies alles tun wir, damit möglichst viele Menschen möglichst lange gut atmen können.