GUT ZU WISSEN

Jede Schlafposition hat Vor- und Nachteile

Rückenlage
Positiv: Das Körpergewicht ist gleichmässig verteilt und kein Körperteil wird besonders belastet.
Negativ: Schnarchnasen sollten besser nicht auf dem Rücken schlafen. Denn in dieser Position entspannen sich Kiefer und Zunge und sacken ab. Die Kehle verengt, Schnarchgeräusche entstehen.

Bauchlage
Positiv: Die beste Position für Schnarcher. Die Kehle bleibt frei, ein ruhiger Schlaf ist (fast) garantiert.
Negativ: Starker Druck auf die Zähne, weil der Unterkiefer weit vorgeschoben wird. Nacken und Wirbelsäule befinden sich nicht auf einer Linie und das Drehen des Kopfes auf eine Seite verspannt die Nackenmuskulatur zusätzlich.

Seitenlage
Positiv: Liegen auf links kann bei Magenverstimmungen und Problemen mit der Magensäure helfen.
Negativ: Weil das Gesicht auf dem Kissen zusammengedrückt wird, bilden sich verstärkt Falten.

Fötalposition
Positiv: Entlastung für die Wirbelsäule und den gestressten Rücken.
Negativ: Es kommt oft zu Nackenverspannungen.

«Wie man sich bettet, so liegt man», lautet ein altes Sprichwort. Und tatsächlich: Wacht man morgens mit Rückenschmerzen auf, so ist oftmals die Matratze schuld. Dann heisst es: Raus damit! Denn spätestens alle sieben bis zehn Jahre sollte die Matratze gewechselt werden – dem Rücken zuliebe.

Rückengesundheit beginnt im Schlaf. Eine nicht passende oder durchgelegene Matratze kann uns am Morgen ein böses Erwachen bescheren. Folge: In der Nacht können sich die Muskeln nicht entspannen, die Knochen werden nicht ausreichend gestützt und wir wachen am Morgen mit Rückenschmerzen und Nackenverspannungen auf.

Gesunder Schlaf trägt zum Wohlbefinden bei

Wenn man bedenkt, dass der Mensch ein Drittel seines Lebens verschläft, sollte man die besten Voraussetzungen für einen gesunden Schlaf schaffen. Wer gut schläft, fühlt sich am Morgen fit und ist leistungsfähig.

Gesunder Schlaf trägt massgeblich zu guter Gesundheit und Wohlbefinden bei. Dabei passiert im Schlaf mit unserem Körper so einiges. Im Schlaf wird die Herzfrequenz auf etwa 50 Schläge pro Minute verringert.

Die Körpertemperatur sinkt um rund 0,4 Grad Celsius, die Stoffwechselfunktionen werden heruntergesetzt und die Muskelspannung lässt im Schlaf deutlich nach. Zudem werden bestimmte Hormone, wie beispielsweise Wachstumshormone, ausgeschüttet. Diese spielen eine entscheidende Rolle bei der Regeneration unserer Zellen und bei der Bildung neuer Eiweissstoffe.

Daneben hat gesunder Schlaf eine vorbeugende Funktion und spielt bei der Regeneration von Körper, Geist und Seele eine entscheidende Rolle. Der Rücken und die Wirbelsäule müssen sich im Schlaf von den Anstrengungen des Tages erholen können – und dafür braucht es eine optimale Schlafumgebung.

Gute Schlafumgebung schaffen

Eine tragende Rolle für gesunden Schlaf spielt das richtige Bett. Eine zu harte oder zu weiche Matratze führt zu Fehlstellungen oder überhöhtem Auflagedruck. Dadurch können wichtige Schlafphasen unterbrochen werden und es kommt zu Muskelverspannungen bis hin zu Wirbelverschiebungen.

Das Schlafsystem aus Lattenrost, Matratze und Kissen muss sich dem Körper anpassen und gleichzeitig die Wirbelsäule abstützen. Dabei ist es gar nicht so einfach, die richtige Matratze und den passenden Lattenrost zu finden.

Denn die persönlichen Anforderungen sind höchst unterschiedlich. Sie hängen von körperlichen Merkmalen, individuellen Vorlieben und Krankheiten wie Bandscheibenvorfall, Rheuma oder Allergien ab. Entscheidend ist bei der Auswahl der richtigen Matratze auch das verarbeitete Material.

Ob Federkern, Latex oder Kaltschaum – das Material hat einen grossen Einfluss auf die Liegeeigenschaften und das Schlafklima. Die beste Matratze nützt jedoch nichts ohne gute Unterfederung: Den Lattenrost. Auch für diesen gilt: Die Unterfederung muss für Schulter und Becken individuell einstellbar sein, je differenzierter desto besser. Das A und O ist in jedem Fall eine kompetente Beratung.

Das richtige Kissen muss es sein

Auch dem Kissen kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Denn Kissen leisten im wahrsten Sinne des Wortes «Kopfarbeit» und das falsche Kissen führt schnell zu Nackenverspannungen.

Das Kissen muss, wie die Matratze selbst, dafür sorgen, dass während des Schlafes die Wirbelsäule waagerecht gelagert wird. Und nicht nur das: Es muss sich immer wieder an jede neue Schlafposition anpassen. Dabei kommt es bei der Wahl des richtigen Kissens auf die individuelle Schlafposition an. Für Mischschläfer eignet sich etwa ein Kissen, das sich gemeinsam mit der Matratze den Schlafpositionen anpasst.