Für Erwachsene mit guter Mundgesundheit und kariesfreien Zähnen ist eine Zahnversicherung uninteressant. Für junge Leute hingegen, deren Gebiss kariesanfällig ist und viele grosse Löcher aufweist, lohnt sich diese Versicherung.

Genauso für Jugendliche, die etliche Milchzähne flicken lassen mussten, ist sie eine Überlegung wert. «Vor allem für Babys von jungen Familien macht eine Zahnversicherung Sinn», erläutert Andrea Kunz von der schweizerischen Stiftung SPO Patientenschutz.

Die Zahnfüllungen liegen innerhalb des Budgets, aber eine Zahn- oder Kieferfehlstellungskorrektur würde es sprengen. In der Regel wird beides nicht von der obligatorischen Grundversicherung übernommen.

Unter der Lupe

Prämien, Leistungen und Karenzfristen der Krankenkassen sind unterschiedlich – deshalb unbedingt die Angebote vergleichen. Generell gilt: Die Kassen verlangen vorgängig eine Zahn­untersuchung; die eine oder andere bereits ab dem 3. Altersjahr. Zeichnen sich da schon Therapien ab, lehnt die Krankenkasse den Versicherungsschutz eventuell ab.

Nur beschwerdefreie, gesunde Beantragende können mit einer Zusage rechnen. Einige Kassen kennen eine Altersgrenze für die Kostenbeteiligung bei kieferorthopädischen Behandlungen. Diese befindet zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr.

Beinhalten soll die Zusatzversicherung eine möglichst hohe Deckungssumme mit kleinem Selbstbehalt. Wichtig ist zudem der Taxpunktwert, welchen die Versicherung übernimmt. Liegt das Zahnarzthonorar darüber, bezahlt der Versicherte die Differenz.