Wird die Diagnose Hautkrebs gestellt, muss als weiterer Schritt beurteilt werden, ob der Krebs lokal beschränkt ist oder sich bereits ausgebreitet hat. «Im Gegensatz zum weissen Hautkrebs, der oftmals lokal begrenzt ist und durch eine Operation geheilt werden kann, ist der schwarze Hautkrebs sehr aggressiv und hat bei der Diagnose nicht selten Metastasen gebildet», erklärt Prof. Dr. Alfred Zippelius, Leitender Arzt Onkologie, Departement für Innere Medizin des Universitätsspitals Basel. Für die Beurteilung des Hautkrebses spielt dessen Dicke eine entscheidende Rolle. «Je dicker, desto grösser das Risiko, dass sich der Krebs bereits ausgebreitet hat», so Zippelius.

Lymphknoten wird untersucht

Um zu klären, ob der Hautkrebs tatsächlich schon Metastasen gebildet hat, wird der sogenannte Wächterlymphknoten auf Krebszellen untersucht. Dieser heisst so, weil er der erste Lymphknoten in der Umgebung des Tumors ist, den die Krebszellen auf ihrem Weg zu anderen Organen passieren müssen. Die Untersuchung des Wächterlymphknotens hilft, die Prognose des Patienten besser zu beurteilen. «Finden sich in diesem Lymphknoten bösartige Zellen, hat sich der Krebs meist schon ein Stück weit im Körper ausgebreitet. In diesem Fall werden auch die benachbarten Lymphknoten herausgenommen», erklärt Alfred Zippelius. Zudem wird mittels Computertomografie untersucht, ob andere Organe vom Krebs befallen sind.

Verdächtige Veränderungen entfernen

Je nach Schweregrad der Erkrankung gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. «Bei der Behandlung des Hautkrebses steht die vollständige operative Entfernung der verdächtigen Hautveränderung an erster Stelle. Sind Lymphknoten befallen, werden auch diese operativ entfernt. Bei Metastasen in anderen Organen wird, neben der operativen Entfernung, eine systemische Therapie gemacht», so Zippelius. Die Heilungschancen hängen wesentlich vom Primärtumor ab. Kann der Tumor vollständig entfernt werden sind die Chancen laut Zippelius gut. Je nach Metastasierung werden die Prognosen jedoch dementsprechend schlechter. Jede bösartige Diagnose stellt für die Patienten eine grosse Belastung dar und wirft viele Fragen auf. «Für uns Onkologen ist es sehr wichtig, die Patienten optimal zu betreuen und ihnen zur Seite zu stehen. Daneben gibt es spezielle Psychoonkologen die den Patienten helfen, sich mit der Diagnose zu arrangieren», sagt der Onkologe.

Nachsorge nicht vernachlässigen

Ist die Therapie beendet, gilt es vor allem, ein mögliches Wiederauftreten der Krankheit frühzeitig zu erkennen. Dafür werden feste Nachsorgetermine beim Dermatologen und Onkologen vereinbart. Ansonsten können die Patienten ihren Lebensgewohnheiten nachgehen wie bisher. «Einzig die Sonne sollten sie meiden», rät Zippelius. In den letzten zwei Jahren hat sich laut Zippelius einiges in der Hautkrebstherapie getan und neue vielversprechende Medikamente kommen heute zum Einsatz.