Was versteht man unter einem Glaukom?

Unter Glaukomen wird eine Gruppe von Augenkrankheiten verstanden, die den Sehnerv schädigen. Die mit Abstand häufigste Ursache eines Glaukoms ist ein erhöhter Augeninnendruck. Das Glaukom ist weltweit verbreitet. Man schätzt, dass circa 70 Millionen Menschen an einem Glaukom leiden, wovon die Hälfte sich dessen nicht bewusst ist.

Welche Anzeichen deuten auf ein Glaukom hin?

Das Heimtückische am Glaukom ist, dass es keine Beschwerden bereitet und man dem Auge äusserlich nichts ansieht. Wenn Glaukome allerdings nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden, können sie zu einer langsam fortschreitenden Beeinträchtigung des Sehvermögens bis hin zur Erblindung führen. Das Glaukom stellt heute noch immer eine der wichtigsten Ursachen für eine Erblindung dar.

Umso wichtiger ist es, sich regelmässig beim Augenarzt durchchecken zu lassen. Ab wann raten Sie dazu?

Die einzig wirklich sichere Möglichkeit, eine Glaukom-Erkrankung frühzeitig zu erkennen, ist die regelmässige Kontrolluntersuchung beim Augenarzt. Frühzeitig erkannt ist das Glaukom gut behandelbar. Eine fortgeschrittene Sehnervschädigung hingegen lässt sich weder mit Medikamenten noch mit Operationen rückgängig machen. Ich rate deshalb, ab dem 40. Lebensjahr alle drei Jahre einen Check-up beim Augenarzt durchführen zu lassen. Gehört man zu einer Risikogruppe, sollte man sich bereits ab dem 30. Lebensjahr untersuchen lassen.

Ausser dem erhöhten Augeninnendruck: Welche Risikofaktoren gibt es, die zu einer Glaukom-Erkrankung führen können?

Das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken, steigt mit zunehmendem Lebensalter. Zudem steigt das Risiko, wenn Verwandte ersten Grades ebenfalls an einem Glaukom leiden. Auch Menschen mit dunkler Hautfarbe sind häufiger vom Glaukom betroffen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Ziel der Glaukom-Therapie ist es, den Sehnerv zu erhalten und zu verhindern, dass die Krankheit weiter fortschreitet. In aller Regel wird ein Glaukom zunächst medikamentös mit Augentropfen behandelt. Diese bewirken eine Senkung des Augeninnendrucks. Wenn der Augendruck mit den Augentropfen jedoch nicht ausreichend gesenkt wird, die Tropfen nicht vertragen werden oder die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist, gibt es gute Alternativen wie Laser- und ­operative Methoden.