Allein in Europa schätzt man, dass rund 10 Millionen Menschen an dieser Krankheit leiden, eine Zahl, die mit der Überalterung noch zunehmen wird. Doch wie kommt es zu einer Herzinsufffizienz? Es gibt verschiedenste mögliche Ursachen. So beispielsweise ein Herzinfarkt, ein schlecht behandelter Bluthochdruck oder eine Herzmuskelerkrankung, die zu einer verminderten Pumpleistung des Herzens führt.

Dies hat zur Folge, dass das Herz nicht in der Lage ist,  genug Blut und damit Sauerstoff in den Blutkreislauf und die Organe des Körpers zu pumpen. Die Herzinsuffizienz ist eine progressive Erkrankung, deren Endstadium sich zwar wirksam verschieben, aber letztlich nicht verhindern lässt.

Die Sterblichkeitsrate von Patienten mit schwerster Herzinsuffizienz lag früher pro Jahr bei 20%, heute liegt sie bei optimaler Behandlung unter 10%. Trotz dieser Erfolge wird das Herz langfristig grösser und es kommt früher oder später zum Herzversagen. Einzige Alternative ist in gewissen Fällen, vor allem bei jungen Patienten, die Herztransplantation.

Möglichkeit Herztransplantation, Beispiel Universitätsspital Zürich

Für viele Patienten mit einer Herzinsuffizienz steht als letzte Konsequenz die Herztransplantation. Diese Operation wird beispielsweise am Universitätsspital Zürich durchgeführt.

Nebst dem Mangel an Spenderherzen ist in der Schweiz eine Diskussion um diese Königsdisziplin entbrannt, die nicht unbedingt zum Wohle des Patienten sein kann. Doch wie sieht Professor Thomas F. Lüscher die Situation? «Im Bereich Herztransplantation ist Zürich das führende Zentrum der Schweiz.

So besteht in Zürich die längste Erfahrung seit 1984 und insgesamt wurden mit aktuell  367 Patienten am meisten Herztransplantationen durchgeführt. Weiter wird in Zürich die grösste Kohorte an Patienten, welche mit fremden Herzen leben, betreut – zum jetzigen Zeitpunkt 127. Schlussendlich haben wir insbesondere in den letzten Jahren im internationalen Vergleich hervorragende Ergebnisse auszuweisen.»

Umfassendes Programm ist entscheidend

«Viel bedeutsamer für ein Kompetenzzentrum als die reinen Transplantationszahlen sind die Gesamtzahl der Herzoperationen und technisch exzellente Operateure.

Weitere wichtige Faktoren sind kompetente Herzinsuffizienz- und Transplantationskardiologen, welche eine optimale medikamentöse Therapie anbieten sowie ein modernes Schrittmacherprogramm, erfahrene interventionelle Kardiologen und eine zukunftsgerichtete Forschung in der Stammzelltherapie.»