Was sind mögliche Ursachen von Wirbelkörperfrakturen?

Eine Wirbelkörperfraktur entsteht typischerweise unfallbedingt durch starke Krafteinwirkung und betrifft häufig jüngere Leute. Ist die Knochenstruktur bereits geschädigt – etwa durch Osteoporose –, kann ein Wirbel auch ohne ein adäquates Trauma beziehungsweise ohne grössere Krafteinwirkung brechen. In diesem Fall spricht man von einem sogenannten pathologischen Wirbelbruch.

Wie wird eine Wirbelkörper­fraktur diagnostiziert?

Um eine Wirbelkörperfraktur festzustellen, muss der Arzt die Krankengeschichte des Patienten kennen und ihn zu allfälligen Schmerzen befragen. Bei osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen sind nicht zwingend Schmerzen im Spiel wie nach einem Unfall.

Wir können davon ausgehen, dass heute etwa jede zweite Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahre eine osteoporosebedingte Fraktur erleiden wird

Auf die Anamnese folgt die körperliche sowie eine neurologische Untersuchung, die zum Beispiel nach Unfällen Hinweise auf das eventuelle Vorliegen von Rückenmarksverletzungen gibt.

Es bestehen zudem verschiedene bildgebende Verfahren wie etwa die konventionelle Röntgenuntersuchung oder ein vertebrales Frakturassessment (VFA) mittels DXA.

Letzteres Verfahren erlaubt bei osteoporosetypischen Wirbelkörperfrakturen auf schonende Weise bei insgesamt niedriger Strahlenexposition des Patienten die Erkennung von Frakturen an der Wirbelsäule. Die Untersuchung kann in der gleichen Sitzung wie die Knochendichtemessung durchgeführt werden.

Um was für eine Krankheit handelt es sich bei der Osteoporose und wer ist davon betroffen?

Osteoporose ist eine systematische Skeletterkrankung und zugleich eine der häufigsten Volkskrankheiten. Die Osteoporose ist durch einen Verlust der Knochensubstanz (beziehungsweise  Knochenschwund) und eine Beeinträchtigung der Knochenarchitektur gekennzeichnet und erklärt damit die verminderte Widerstandsfähigkeit des Knochens auf Belastungen.

Dies hat eine vermehrte Knochenbrüchigkeit zur Folge. Der Verlust der Knochendichte ist ein natürlicher Vorgang des Alterns, weshalb vor allem ältere Menschen von dieser chronischen Krankheit betroffen sind.

Häufig liegen aber noch weitere krankhafte Veränderungen vor, die einen beschleunigten Knochenabbau begünstigen. Wir können davon ausgehen, dass heute etwa jede zweite Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahre eine osteoporosebedingte Fraktur erleiden wird.

Wie kann man Osteoporose vorbeugen?

Man kann einiges zur Vorbeugung von osteoporotisch bedingten Knochenbrüchen tun: Wer sich schon in der Jugend gesund ernährt, genügend Calcium und Vitamin D zu sich nimmt und körperlich aktiv ist, ermöglicht einen guten Mineralgehaltsaufbau und verringert damit das spätere Osteoporoserisiko.

Zudem sollten sich ältere Menschen vor Stürzen in Acht nehmen. Auch Ernährungsfaktoren sind wichtig: Eine ausgewogene, eiweissreiche Ernährung mit genügender Kalziumzufuhr ist zu beachten.