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Was versteht man unter Sarkoidose und welches Organ ist am häufigsten davon betroffen?

Die Sarkoidose ist eine chronische Entzündung, die verschiedene Organe betreffen kann.

Diese Erkrankung grenzt sich durch eine spezielle entzündliche Knötchenbildung (Granulome) von anderen Entzündungserkrankungen ab.

Die andauernde Entzündung kann schliesslich zu Vernarbungsprozessen und damit Zerstörung des entsprechenden Organes führen.

In über 90 Prozent der Fälle ist die Lunge betroffen.

Es können aber auch die Haut, Augen, Herz, Niere und andere Organe befallen sein.
 
Welches sind die ersten Anzeichen einer Sarkoidose?

Es gibt verschiedene Verläufe bei der Sarkoidose. Sie kann akut und plötzlich oder aber auch schleichend auftreten. Bei einer Lungenbeteiligung kann es zu Husten und Atemnot kommen.

Es treten auch möglicherweise Müdigkeit und Gewichtsverlust auf. In einigen Fällen haben die Betroffenen Fieber und es können sich Rötungen und Erhebungen auf der Haut zeigen.

Wer ist davon betroffen?

Sarkoidose kann Männer und Frauen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft betreffen. Am häufigsten beginnt sie zwischen 20 bis 40 Jahren, aber betrifft nur selten Kinder. Bei dunkelhäutigen Personen tritt sie öfters auf, als Beispielsweise bei Europäern.
 
Was weiss man über die Ursachen und Risikofaktoren?

Die genaue Ursache ist noch nicht geklärt. Man vermutet zum einen erbliche Faktoren, aber auch Umwelteinflüsse, vielleicht sogar bestimmte Infekte. Es gibt sowohl familiäre Häufungen als auch regionales Auftreten. Das Immunsystem spielt hierbei eine grosse Rolle.

Wie wird die Diagnose Sarkoidose gestellt?

Zur Diagnosestellung bei Sarkoidose braucht es verschiedene Untersuchungen. Neben der Befragung zu Symptomen und der gründlichen Untersuchung durch einen sarkoidoseerfahrenen Arzt wird eine Röntgenuntersuchung gemacht, um einen Lungenbefall zu suchen.

Zusätzlich benötigt man eine Biopsie, um die entzündlichen Knötchen nachzuweisen. Es ist ganz besonders wichtig, andere Ursachen, insbesondere Infekte (wie zum Beispiel Tuberkulose) auszuschliessen.

Bei Verdacht auf Sarkoidose sollte ein Facharzt hinzugezogen werden. Insbesondere die Beurteilung der Lunge erfordert spezielle Kenntnisse und medizinische Apparate zur Messung der Funktion. Der Lungenspezialist kann aus der Lunge Gewebeproben zur Diagnosesicherung mit einer Lungenspiegelung entnehmen

Wie wird die Sarkoidose behandelt?

Entsprechend der Symptome können mitunter Corticosteroide als Therapie nötig sein. Das ist abhängig von der Art des Auftretens (akut oder chronisch) und vom Befall der Organe.

Bei schwerwiegenderen Fällen können auch andere immunsystemhemmende Medikamente im Verlauf nötig werden. Es gibt aber auch Formen, die ohne Therapie wieder verschwinden. Um diese Verläufe unterscheiden zu können, braucht es eine Beurteilung durch einen Spezialisten.