Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)

Warum ist Blut eigentlich rot? Ganz einfach: Rote Blutkörperchen machen fast die Hälfte aller Blutzellen aus. Sie transportieren den Sauerstoff von der Lunge durch die Blutgefässe in alle Organe.

Bei einem Mangel an roten Blutkörperchen werden die Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und können ihre Funktion daher nicht in vollem Umfang aufrechterhalten. Die Betroffenen fühlen sich müde und antriebslos.

Diese Krankheit, Blutarmut oder Anämie genannt, kann durch starke Blutungen oder Eisenmangel verursacht werden – aber auch durch schwere Erkrankungen wie Krebs oder Nierenschäden.

Weisse Blutkörperchen (Leukozyten)

Obwohl weisse Blutkörperchen gerade einmal 0,1 Prozent des Blutvolumens ausmachen, sind sie überlebenswichtig. Ihre Aufgabe: Den Körper gegen Infektionen verteidigen. Sie können etwa Bakterien zerstören oder Antikörper gegen Pilze und Viren bilden. Sind zu wenige weisse Blutkörperchen vorhanden, ist der Mensch vielen Krankheiten schutzlos ausgeliefert.

Die Ursache für diese Krankheit kann ein Vitamin B12-Mangel sein, aber auch eine schwere Erkrankung wie Aids. Besonders gefährdet sind Krebspatienten: Einerseits führen einige Krebserkrankungen zu einer Reduktion von funktionstüchtigen Leukozyten, andererseits wirkt sich auch die Krebstherapie oft negativ auf die Anzahl und Funktionstüchtigkeit der weissen Blutkörperchen aus.

Die Chemotherapie zum Beispiel zerstört alle Zellen im Körper, die sich schnell teilen. Dazu zählen bösartige Tumorzellen – aber als unerwünschter Nebeneffekt eben auch die Blutzellen.

Blutplättchen (Thrombozyten)

Auch Blutplättchen sind mit 0,2 Prozent nur ein kleiner Bestandteil des Bluts – haben aber eine wichtige Funktion zu erfüllen. Zusammen mit den Gerinnungsfaktoren sorgen sie dafür, dass die bei Verletzungen auftretenden Blutungen rasch gestoppt werden und die Wunde sich verschliesst.

Sind nicht ausreichend Blutplättchen vorhanden, bluten Wunden länger und Verletzungen verheilen nicht mehr gut. Auch ohne äus­sere Verletzung können spontan Blutungen unter der Haut auftreten – in schlimmen Fällen sogar in den inneren Organen.

Ein gravierender Mangel an Thrombozyten wird als Thrombozytopenie bezeichnet.