Ein Asthmaanfall – plötzlich bleibt einem die Luft weg oder es pfeift beim Atmen. Jedoch höchstens die Hälfte aller Asthmatiker leiden regelmässig unter solchen Anfällen. Die Auslöser dafür sind unterschiedlich.

Zum einen gibt es die Allergiker, die auf Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare allergisch sind und so einen Anfall erleiden. Hier gilt es bei nachgewiesenen Allergien die Erreger wenn möglich zu meiden, zum Beispiel Katze nicht im Wohnbereich oder Heuschnupfen gut behandlen. Zur anderen Gruppe gehören diejenigen, bei denen das Asthma durch Anstrengung oder grosse Kälte ausgelöst wird.

Die genaue Ursache und Entwicklung von Asthma ist aber weitgehend unbekannt. Asthma ist auch vererbbar. Bei vielen Betroffenen schlummert die Krankheit über Jahre hinweg unbemerkt im Körper. Durch bestimmte Auslöser, sogenannte Trigger, kann das Asthma aber hervorgerufen werden. Rauchen, eine Lungenentzündung oder tiefe Temperaturen können Asthma ebenfalls auslösen eigentlich alles, was über die Atemwege aufgenommen werden kann, wie beispielsweise der Geruch von Nahrungsmitteln oder Pilzen.

Bei Asthma handelt es sich um eine nicht infektiöse, chronische Entzündung der Atemwege. Die Bronchien reagieren auf verschiedene Reize überempfindlich, wodurch es zu krampfartigen Verengungen kommt. Diese lösen in Kombination mit starker Schleimbildung und einem Anschwellen der Schleimhaut Atemnot aus.

Die richtigen Symptome erkennen

Asthma kann verschiedene Symptome wie Husten, pfeifende Atmung oder Druck auf der Brust auslösen. «Man kann jahrelang unter Husten leiden und nicht wissen, dass man Asthma hat», erklärt Jürg Barandun, Facharzt für Lungenkrankheiten am Lungenzentrum in Zürich.

«Oft ist dieser Husten aber chronisch.» Der Husten kann tagsüber, aber auch nachts bei Anstrengung auftreten. Alle Symptome können einzeln oder in verschiedenen Kombinationen auftreten.

Je nach Schweregrad der Krankheit wird eine Therapie eingeleitet. Unabhängig davon, ob allergisches Asthma vorliegt oder nicht, hat die Therapie vor allem zum Ziel, dass die entzündlichen Veränderungen, die in den Bronchien des Betroffenen auftreten, unterbunden, und dass die verengten Bronchien wieder erweitert werden.

Wenn man mehr als einmal pro Woche einen Asthma-Anfall erleidet, empfiehlt sich eine sogenannte Basistherapie. Die Medikamente einer solchen Therapie müssen gegen die Entzündung wirken und Dauerschäden verhindern. Wenn man weniger Anfälle hat, genügt auch eine Bedarfsmedikation. Diese Mittel wirken rasch und werden bei einem akuten Anfall verabreicht, um die Beschwerden zu lindern.

Keine Heilung in Sicht

Rund 95 Prozent der Asthmatiker führen ein uneingeschränktes Leben. Nur fünf Prozent der Betroffenen leiden unter einer schweren Form. Laut dem Lungenspezialisten Jürg Barandun wird eine Heilung dieser Krankheit «in absehbarer und ferner Zukunft nicht möglich sein».