Erwachsene, die schon lange an Asthma leiden, sind oft trotz fehlendem Allergenkontakt nicht ganz beschwerdefrei, das Asthma ist chronifiziert. Dies ist bei Kindern meist noch nicht der Fall.

Nach längerer Allergenkarenz lässt sich die Krankheit vorübergehend nicht mehr nachweisen. Das Meiden auslösender Allergene stellt deshalb das Grundprinzip der Asthmatherapie dar.

In bestimmten Fällen kann eine Immuntherapie Erfolg versprechend sein

Nur wenn dies nicht möglich ist, sind Medikamente unvermeidlich und eine Desensibilisierung (Im-muntherapie) mit dem Allergen kann erwogen werden.


Häufig ist die Allergie gegen Hausstaubmilben. Die kleinen Spinnentiere vermehren sich in Bet-ten aufgrund der Wärme und Feuchtigkeit und menschlicher Hautschuppen, die sie fressen. In sonnigen Lagen ab 1200 müM gibt es sie meist nicht mehr.

 

Im Unterland helfen milbendichte Hüllen für Matratzen, Kissen und Duvet, der Wechsel von Teppichböden auf Laminat, sowie häufiges Lüften und der Einsatz von Entfeuchtungsgeräten um die Luftfeuchtigkeit in der Woh-nung zu senken. Staubsauger müssen mit einem HEPA-Filter ausgerüstet sein, der die feinen Allergene nicht mit der Abluft wieder ins Zimmer bläst.

Bei Pollenallergien sollte während der Pollensaison an Tagen mit Sonne und Wind Sport in ge-schlossenen Räumen erfolgen. Zum Lüften werden Fenster mit einem pollendichten Gitter (TE-SA Protect®) versehen. Der Pollenfilter im Auto muss jährlich erneuert werden. Fahrten mit offe-nem Fenster sind zu vermeiden.

Schwieriger wird es bei Allergien gegen Haustiere. Sie zählen oft als Familienmitglieder und es besteht eine tiefe emotionale Verbindung. Das Katzenallergen ist so leicht, dass es mit jedem Luftzug aufwirbelt.

Wenn immer möglich ist das Verschenken des Tiers der richtige Schritt. Für den Fall, dass seelische Schäden befürchtet werden, gibt es Alternativen, die im Hinblick auf das Asthma aber immer minderwertiger sind. Die Katze sollte ausserhalb der Wohnung gehal-ten werden bzw. nie mehr das Schlafzimmer des Allergikers betreten dürfen. Vor dem Zubett-gehen wird geduscht.

Kleider mit Katzenhaaren kommen nicht ins Schlafzimmer. Ein elektri-scher Luftreiniger, der die Raumluft durch einen HEPA-Filter bläst, reinigt konstant die Raumluft. Und was für viele unvorstellbar klingt: Das Büsi duscht einmal pro Woche. In den USA ist dies Routine, auch für die Tiere. Nicht zur Allergenreduktion, sondern weil die US-Amerikaner dies als hygienisch erachten. Es ist also umsetzbar und reduziert den Allergengehalt in der Wohnung.

In bestimmten Fällen kann eine Immuntherapie Erfolg versprechend sein. Für den Fall, dass unklar ist, ob Allergene für die Asthmasymptomatik noch hauptsächlich ver-antwortlich sind, lohnt sich ein mehrwöchiger Aufenthalt im Hochgebirge. Das Fehlen von Mil-ben, Tierkontakt und im Winter von Pollen und Schimmelpilzsporen in der Luft  zeigt rasch, wel-che Bedeutung die Allergene noch spielen.