Das Schlafapnoe-Syndrom ist eine Erkrankung, die durch häufige Unterbrechungen der Atmung während des Schlafens bei Schnarchern verursacht wird. Betroffene Personen haben keinen erholsamen Schlaf und leiden tagsüber unter ausgeprägter Schläfrigkeit. Das Schlafapnoe-Syndrom betrifft etwa doppelt so viele Männer wie Frauen.

Auch wenn die Ursachen noch weitgehend unbekannt sind, kennt man doch einige Risikofaktoren. «Dazu gehören Übergewicht, übermässiger Alkoholkonsum vor allem am Abend, Rauchen, enge Stellen im Nasen-Rachenraum, vergrösserte Mandeln und eine genetische Veranlagung», erläutert Konrad Ernst Bloch, Professor an der Klinik für Pneumologie am Universitätsspital Zürich.

An der Klinik werden auch Männer behandelt, bei denen das Schlafapnoe-Syndrom zu gefährlichen Situationen bei der Berufstätigkeit führen kann: Lokführer, Bus- und Tramchauffeure oder Piloten.

Doch auch bei einer Bürotätigkeit können die Folgen des Syndroms sehr unangenehm sein. «Wer darunter leidet, ist nicht mehr in der Lage, die volle Leistung zu erbringen, weil er dauernd müde ist und sich nicht konzentrieren kann », sagt Bloch.

Belastung des Herz-Kreislauf-Systems

Damit es gar nicht erst zu einer Schlafapnoe kommt, empfiehlt der Facharzt, die erwähnten Risiken nach Möglichkeit zu vermeiden. «Lautes, unregelmässiges Schnarchen mit gehäuften Atempausen sind typische Symptome des Schlafapnoe-Syndroms», betont Bloch.

Wer schnarcht, muss aber noch kein Schlafapnoe-Syndrom haben. Die meisten schnarchenden Menschen haben keine gesundheitlichen Probleme. Bei Schlafapnoe-Betroffenen dagegen setzt die Atmung oft über hundert Mal pro Nacht kurz aus. «Die häufigen Atempausen führen auch zu Sauerstoffmangel und zur Belastung des Herz-Kreislauf-Systems.

Nach einigen Jahren können deshalb Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Krankheiten entstehen», so Bloch. Viele Patienten leiden oft jahrelang unter der unerklärlichen Tagesmüdigkeit, bis sie den Weg zum Arzt finden. Auf Grund der Symptome und Risikofaktoren der Betroffenen werden dann Schlafuntersuchungen und Konzentrationstests durchgeführt.