Lara Dickenmann, Ihr Körper ist Ihr Kapital. Sie trainieren und spielen seit vielen Jahren praktisch täglich. Wie pflegen Sie Ihren Körper, damit er sich erholen kann?
Ich gehe so oft wie möglich zur Massage. Als Profi bin ich das meinem Körper schuldig. Zur Erholung gehe ich auch gerne ins Wellness.
 

Wie viel schlafen Sie?
Der Schlaf ist der wichtigste Teil meiner Erholung. Ich habe einen ziemlich regelmässigen Schlafrhythmus, gehe praktisch immer um Mitternacht ins Bett und schlafe acht, neun Stunden.
 

Achten Sie auf gesunde Ernährung?
Klar. Mit dem Alter wird bewusste Ernährung immer wichtiger. Als 20-Jährige habe ich noch alles gegessen, worauf ich gerade Lust hatte.
 

Und heute?
Ich war erst unlängst beim Ernährungsberater. Fastfood-Burger esse ich selten. Ich trinke keine Süssgetränke mehr, dabei mochte ich Wasser früher nicht.
 

Was hat Ihnen der Ernährungsberater empfohlen?
Er hat mir bestätigt, dass ich vieles richtig mache. Und meine Fragen beantwortet. Ich habe gelesen, dass Tennis-Star Novak Djokovic dank einer Gluten-Diät abgenommen hat. Da habe ich ihn gefragt, ob mir das auch gut täte. Ich werde vielleicht mal einen Test machen, um eine allfällige Intoleranz abklären zu lassen.
 

Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel zu sich?
Protein- und Erholungsshakes nach dem Training.
 

Worauf achten Sie beim Einkaufen?
Dass ich ausgewogen einkaufe. Gemüse, Fleisch, Pasta. Ich lege mittlerweile auch auf Bio wert.
 

Und worauf beim feinen Znacht im Restaurant? Darf’s ein Glas Wein sein?
Ich trinke eigentlich gern mal ein Glas Wein, wobei ich in letzter Zeit kaum Alkohol getrunken habe. Aber wenn ich im Restaurant esse, gibts nicht nur einen Salat. Dann will ich Spass haben.
 

Gönnen Sie sich auch mal ein Stück Schoggi?
Süsses hat durchaus seinen Platz. Dann aber direkt nach dem Hauptgang. Nicht als Zwischenmahlzeit.
 

Treiben Sie andere Sportarten zum Ausgleich?
Kaum. Skifahren und Snowboarden darf ich nicht. Das Verletzungsrisiko ist zu gross. In den Ferien spiele ich manchmal Tennis, wenn auch recht schlecht.
 

Sie sind nicht oft verletzt. Ist das Glück oder eine Frage des Lebensstils?
Der Lebensstil mag bestimmt einen Einfluss haben, doch es gibt andere, die nicht weniger seriös leben, aber oft verletzt sind. Mein Trainer mag das vielleicht nicht gerne hören, aber ich bin halt eher eine Spielerin, die aufspringt, wenn die Gegnerin zum bösen Tackling ansetzt.
 

Viele Spitzensportler können morgens nicht ohne Schmerzen aufstehen. Sie?
Wenn ich tags davor trainiert oder gespielt habe, stehe ich mit Schmerzen auf. Dann muss ich erstmal zehn Minuten meine verkürzten Waden einlaufen. Auch die Gelenke spüre ich dann.
 

Nehmen Sie regelmässig Medikamente?
Nein, ich schlucke so wenig Tabletten wie möglich.
 

Worauf lassen Sie sich untersuchen?
Zwei, drei Mal pro Jahr absolviere ich Bluttests. Auch meine Körperhaltung lasse ich untersuchen. Vor drei Jahren habe ich ein Elektrokardiogramm machen lassen, um das Herz zu testen.
 

Und?
Es sei eine kleine Anomalität da, aber nichts Schlimmes. Dieser Test beruhigt mich.
 

In den letzten Jahren wurde der Fussball durch den Herztod von Profi-Fussballern erschüttert. Macht Ihnen das Angst?
Generell gibt es mir zu denken, wenn ich in der Zeitung von Menschen lese, die viel zu früh gestorben sind.
 

Die häufigste Todesursache bei Frauen ist der Herztod. Wer Sport treibt, senkt dieses Risiko massiv. Welchen Tipp können Sie Stubenhockern geben, um den inneren Schweinehund zu überwinden?
Geht raus zum Joggen. Das setzt Glückshormone frei. Ich liebe das Gefühl, nachdem ich etwas für meinen Körper getan habe.