Seit wann haben Sie Probleme mit dem Schnarchen?

Dass ich ein regelmässiger Schnarcher bin, weiss ich eigentlich erst, seit ich eine Freundin habe und nicht mehr alleine schlafe. Ob ich bereits als Kind geschnarcht habe, kann ich nicht sagen. Vermutlich hat es bei mir im Teenageralter angefangen, und es hat sicher auch erbliche Gründe. Auch mein Vater ist ein typischer Schnarcher.

Leiden Sie denn unter dem Schnarchen?

Nein, das würde ich so nicht sagen. Eigentlich konnte ich bis jetzt recht gut damit leben. Ich muss aber bestimmte Einschränkungen in Kauf nehmen. So kommt es beispielsweise vor, dass ich auch nach zehn Stunden Schlaf müde und abgespannt erwache. Dann weiss ich, dass ich wieder stark geschnarcht habe und dadurch einen sehr unruhigen Schlaf hatte.

Das hat dann Konsequenzen, die ich meistens den ganzen Tag spüre. Ich fühle mich dann oft nicht voll leistungsfähig und versuche, zusätzliche Kräfte zu mobilisieren.

Ist Ihr Schnarchen auch für Ihre Lebenspartnerin ein Problem?

Ja, sicher. Es kommt hinzu, dass meine Freundin einen sehr leichten Schlaf hat. Ich schnarche vor allem dann, wenn ich auf dem Rücken schlafe. Meine Freundin erwacht dann oft mehrmals in der Nacht. Sie stösst mich jeweils an oder rüttelt mich, damit ich mich vom Rücken auf die Seite oder auf den Bauch drehe und weniger stark schnarche.

Haben Sie selber schon einmal etwas unternommen, um das lästige Schnarchen loszuwerden?

Eigentlich nicht. Selbstverständlich habe ich ab und zu einen Zeitungsartikel angeschaut, bei dem es ums Schnarchen ging. Konkret habe ich aber nie etwas unternommen, um mein Schnarchen loszuwerden.

Wann haben Sie sich denn entschlossen, ärztliche Hilfe aufzusuchen?

Ich wurde nach meiner Wahl zum Mister Schweiz einmal in einem Interview gefragt, ob ich schnarche. Ich habe die Frage dann offen und ehrlich beantwortet. So hat die Öffentlichkeit von meinem Problem erfahren und dadurch wurde auch der Kontakt zu Herrn Aschmann hergestellt, der auf diesem Gebiet als Spezialist gilt. Mein Entschluss, ärztliche Hilfe aufzusuchen, um das Schnarchen loszuwerden, ist also erst vor kurzem gefallen.

Sie haben sich Anfang Mai von Herrn Aschmann, Facharzt FMH für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, untersuchen lassen. Was hat diese Untersuchung gebracht?

Die Untersuchung hat gezeigt, dass ich bei drei von sieben möglichen Ursachen, die zum Schnarchen führen, Probleme habe. Das vor allem beim Zungengrund. Hinzu kommen Schwierigkeiten mit den beiden Rachenwänden. Ein weiteres Problem hat sich bei den Nasenhöhlen gezeigt. All diese Punkte werden jetzt detailliert abgeklärt, um herauszufinden, wie man mein Schnarchen behandeln kann.

Sie haben also im Sinn, sich bei Herrn Aschmann einer Behandlung zu unterziehen?

Grundsätzlich ja. Ich weiss allerdings noch nicht, wann. Das hängt stark von meinem Terminkalender ab. Mitte Juni nehme ich ja an einer Pilger- und Wandernacht auf dem Jakobsweg teil. Die Route führt von Schwyz nach Einsiedeln und dauert von zehn Uhr abends bis am nächsten Morgen. Dafür muss ich fit sein.

Der Eingriff, wie ihn Herr Aschmann vornehmen wird, hat eben auch zur Folge, dass man nachher etwas Ruhe und Erholung braucht und sich nicht überanstrengen sollte. Die Massnahmen beim Eingriff sind sanft und schonend, hat mir Herr Aschmann versichert.

Nach zwei Tagen ist man in der Regel wieder fit und voll arbeitsfähig. Wenn man den Eingriff bei mir möglichst bald durchführen könnte, wäre das sicher ein grosser Vorteil für mich. Ich habe unterdessen realisiert, dass die wegen des Schnarchens häufig auftretende Müdigkeit am Tag belastend sein kann.