Sie sind seit Jahren Botschafterin für die Hautkrankheit Psoriasis. Wie kam es dazu?
Erst wunderte ich mich über die Anfrage, da ich glücklicherweise selbst nicht von dieser Krankheit betroffen bin. Ich kenne Psoriasis-Patienten und ihre Probleme noch von meinem früheren Beruf als Medizinische Praxisassistentin. Als ich in persönlichen Gesprächen mit Betroffenen merkte, wie sehr ich diesen Menschen helfen kann, indem ich mit meinem Namen auf dieses Tabu-Thema aufmerksam mache, habe ich sofort zugesagt. Es geht darum, dass es jeden Menschen jederzeit treffen kann und darum, den Leuten klar zu machen, dass Psoriasis nicht ansteckend ist.

Welchen Stellenwert hat für Sie die Pflege Ihrer Hände und Füsse?
Gepflegte Hände und Füsse sind die Visitenkarte eines Menschen und mir persönlich sehr wichtig.

Im Februar dieses Jahres sind Sie Mutter geworden. Nachträglich herzliche Gratulation! Konnten Sie im Hinblick auf das neue Familienglück Ihre vielen Engagements etwas reduzieren?
Vielen Dank! Ja, ich musste und ich wollte einen Gang runterschalten. Diese Zeit ist für mich und mein Baby sehr wichtig und ich geniesse es sehr. Ich weiss nicht, wie Mütter das machen, die schon kurz nach der Geburt wieder arbeiten müssen. Mir würde es das Herz zerreissen, mein Kind jetzt schon regelmässig abgeben zu müssen und die vielen Fortschritte zu verpassen, die meine Tochter in dieser Zeit macht. Auch ohne meine Arbeit habe ich einen extrem ausgefüllten Tag und falle abends oft müde – aber sehr glücklich – ins Bett.

«Zum Autofahren ziehe ich immer flache Schuhe an.
Für den roten Teppich wechsle ich dann auf High Heels.»

Welchen Einfluss hatten Schwangerschaft und Geburt auf das Befinden und die Pflege Ihrer Hände und Füsse?
Ein Baby zu bekommen ist Höchstleistung. Schwangerschaft, Geburt und auch Mamisein sind eine extreme Umstellung für Körper und Geist. Während der Schwangerschaft musste ich noch mehr auf meinen Körper schauen. Speziell die Beine waren durch das zusätzliche Gewicht stärker belastet. Ich ging zwar schon immer regelmässig zur Fusspflege, in der Schwangerschaft dann aber noch öfter. Besonders als der Bauch immer grösser wurde und ich meine Füsse nicht mehr sehen konnte.

Als vielseitig engagierte Person sind Sie sicher viel auf den Beinen und gerade auf Events auch bei hohen Absätzen. Was hilft Ihnen gegen müde und schmerzende Füsse?
Die Schuhe oft wechseln. Zum Autofahren ziehe ich immer flache Schuhe an. Für den roten Teppich wechsle ich dann auf High Heels. Komme ich nach Hause, muss es dann wieder bequem sein. Bei Schuhen achte ich auf die Qualität und gebe dementsprechend auch gerne mal etwas mehr Geld aus.

Sie sind viel auf Reisen. Was ist Ihr Tipp gegen schwere Beine durch langes Sitzen?
Bequeme Kleidung und Schuhe. Bin ich mit dem Auto unterwegs, achte ich auf die richtige Sitzposition oder halte mal an und laufe ein paar Schritte. Auf Langstreckenflügen trage ich leichte Stützstrümpfe, trinke viel Wasser und bewege die Beine. Am Zielort angekommen, bringen Spaziergänge oder Jogging meinen Kreislauf wieder in Schwung.

Welchen Pflegetipp können Sie vielleicht gerade Müttern mitgeben?
Besonders während und nach der Schwangerschaft sollte man noch mehr auf sich achten als sonst, auch wenn dies nicht immer einfach ist. Als frischgebackenes Mami hat man nur noch das Baby im Kopf, schläft dauernd zu wenig und hat keine Zeit mehr übrig für anderes. Deshalb habe ich mir vor dem Geburtstermin noch einmal ein komplettes Beautyprogramm gegönnt und mich mit Friseur, Kosmetik, Fusspflege und Massage verwöhnen lassen. Vielleicht hat man auch eine liebe Oma, die hin und wieder ein paar Stunden auf das Baby aufpasst, damit man sich selber etwas Gutes tun kann.

 

Viel Bewegung und Sport
Halten Sie Ihre Beine in Bewegung durch Fusswippen und -kreisen, Kniebeugen, Treppensteigen oder Ausdauersportarten wie Schwimmen, Velofahren, Joggen sowie Nordic Walking. Als Merksatz gilt die sogenannte 3-S, 3L-Regel: Stehen und Sitzen ist schlecht, lieber Laufen und Liegen.

Gesunde Ernährung und Gewichtsnormalisierung
Ein ungesunder Lebensstil kann die Venen belasten. Zu den Risikofaktoren zählen nebst Bewegungsmangel auch Übergewicht sowie ballaststoffarme Nahrung. Essen Sie daher nicht zu viel und nicht zu fettig. Bevorzugen Sie vollwertige und faserreiche Kost mit viel frischem Obst und Gemüse.

Viel Flüssigkeit Trinken
Am besten Wasser. Meiden Sie Kaffee und Alkohol, da diese die Gefässe weiten und entwässernd wirken.

Kompressionsstrümpfe
Tragen Sie bei Neigung zu Krampfadern sowie bei bereits vorhandenen Krampfadern Kompressionsstrümpfe. Vor allem Risikopatienten wie Schwangere sollten sich diese Massnahme zu Herzen nehmen.

Im Flugzeug
Auf Flugreisen empfehlen sich für Gefährdete Kompressionsstrümpfe, die bis zum Knie reichen. Stehen Sie wenn möglich alle 30 Minuten auf und gehen Sie den Gang rauf und runter.

Wechselduschen
Kalt-Warm-Wechselduschen trainieren die Gefäs­se und beugen Krampfadern vor. Machen Sie möglichst oft kalte Beingüsse, kalte Waschungen und Wassertreten.