Karis Schicksal nahm im Sommer 2014 seinen Lauf. Er befand sich auf der Alp Hintermatt, die er zusammen mit seinen Eltern bewirtschaftet. Es ging ihm gut, nichts deutete auf gesundheitliche Beschwerden hin. Mitte Juli bekam er plötzlich Halsschmerzen. Nach dem zweiten Arztbesuch wurde ihm mitgeteilt, dass seine Blutwerte nicht in Ordnung seien. Vom Spital Uznach wurde Kari nach zwei Tagen in Ungewissheit schliesslich ins Kantonsspital St. Gallen überführt. Dort wurde eine Knochenmarkbiopsie durchgeführt, die den Erstverdacht bestätigte: akute myeloische Leukämie (AML).

Warten und Hoffen

Bereits am Tag nach der Diagnose wurde mit einer Chemotherapie begonnen. Kari kämpfte in der Folge und gab trotz Rückschlägen nicht auf. Sein Immunsystem wurde stark angegriffen, seine Abwehrkräfte waren praktisch bei null. Da AML eine sehr aggressive Krankheit mit  hohem Rückfallrisiko ist, war Kari auf eine Blutstammzelltransplantation angewiesen.

Die Suche nach dem passenden Spender ist jedoch sehr schwierig. Eine Voraussetzung für die Transplantation von Blutstammzellen und deren Gelingen ist die Übereinstimmung der Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) von Spender und Empfänger. Und bei diesen Merkmalen gibt es Milliarden verschiedener Kombinationen … Kari hatte Glück: Bereits im Dezember 2014 wurde ein passender Spender gefunden und Kari für die Transplantation ins Universitätsspital Zürich überwiesen. Schon bald zeigte sich die Wirkung der neuen Blutstammzellen und Kari ging es stetig besser. Heute kann er seinen Tätigkeiten auf dem Hof wieder nachgehen, worüber er sehr glücklich ist: «Die Arbeit in der Natur bedeutet mir viel und gibt mir Kraft.»