Knochen- und Gelenkerkrankungen gehen oft mit quälenden Gelenkschmerzen und einem erhöhten Risiko für Brüche oder Fehlstellungen einher.

Zu den häufigsten Ursachen von Gelenkschmerzen zählen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises wie rheumatoide Arthritis oder Morbus Bechterew.

Fehlbelastungen oder ein alterungsbedingter Abbau der Knorpel- oder Knochensubstanz führen nicht selten zu Arthrose, Arthritis oder Tennisarm. Insbesondere Frauen in der Menopause haben ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche aufgrund von Osteoporose.

Mit der richtigen Prävention würden sich viele dieser Krankheiten vermeiden lassen, betonen Fachexperten.

Die grössten Risikofaktoren

Wichtige Risikofaktoren bei Knochen- und Gelenkerkrankungen sind Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Stress und Rauchen.

Fakt ist: Knochenschwund ist zwar auch ein natürlicher Alterungsprozess, je früher wir aber unsere Knochen und Gelenke stärken, desto stabiler ist unser Knochengerüst im Alter.

Die Bedeutung von Bewegung bei der Prävention von Gelenkerkrankungen ist durch zahlreiche Studien belegt. Fakt ist aber, dass mehr als die Hälfte der Menschen zwischen 50 und 60 Jahren nicht mehr beschwerdefrei zu Fuss unterwegs sind.

Für unsere Wirbelsäule hat der Bewegungsmangel fatale Folgen: Die Muskeln, die unser Rückgrat stützen, verkümmern, die Bandscheiben schrumpfen. Rund 80 Prozent der chronischen Rückenschmerzen entstehen durch schlaffe, untrainierte Muskeln. Ideal wären drei wöchentliche Sporteinheiten wie zum Beispiel Schwimmen, Tanzen, Nordic Walking oder Yoga – und dies während einer Dauer von rund 60 Minuten.

Experten schätzen, dass schon regelmässige Spaziergänge das Osteoporose-Risiko wesentlich senken. Gerade für Kinder ist Sport enorm wichtig. Wer sich als Kind wenig bewegt, erhöht sein Risiko für Haltungsschäden und frühzeitige Osteoporose.

Perfekt wäre eine Stunde Sport pro Tag in den Schulen. Geeignet sind zum Beispiel Fussball, Turnen, Judo, Tennis oder Trampolinspringen.

Die Knochen stärken

Eine ausgewogene, vitaminreiche und fettarme Ernährung ist das entscheidende Fundament für unser Knochengerüst. Besonders wichtig ist, dass man dabei genügend Mineralien und Vitamine zu sich nimmt.

Wichtig für die Knochen ist auch Kalzium. Statistiken zeigen in diesem Zusammenhang, dass viele Menschen über die Ernährung zu wenig Kalzium zu sich nehmen.

Damit steht auch zu wenig Baustoff für die Knochen bereit. Besonders kritisch ist dieser Punkt in der Kindheit. Denn hier liegt der Schlüssel für die Vermeidung von Osteoporose im Alter.

Fakt ist: Je mehr Knochenmasse der Körper in der Jugend aufbaut, desto geringer ist das Risiko von Beckenbrüchen im Alter. Kinder und junge Menschen profitieren am meisten von einer guten Kalziumversorgung.

Doch die Knochenmasse und die Knochendichte können mit Bewegung und gesunder Ernährung auch im Erwachsenenalter gefördert und erhalten werden.

Was unsere Knochen krank macht

Hier steht an erster Stelle eine falsche Ernährung. Zu viel tierische Fette, Alkohol und Zucker wirken sich negativ auf unseren Körper aus. Folge davon ist, dass sich die Gelenke entzünden können.

Darunter leidet der Knorpel, und das Verschleiss-Risiko steigt. Es ist ratsam, mit seinem Hausarzt abzuklären, ob der Säure-Basen-Haushalt bestimmt werden sollte.

Auch Lichtmangel macht unsere Knochen krank. Denn genügend Sonnenlicht fördert die ausreichende Produktion von Vitamin D in unserem Körper, ein wichtiger Knochenbaustoff.

Man sollte versuchen, sich täglich mindestens 60 Minuten im Freien zu bewegen. Ein weiterer Faktor ist Nikotin: Rauchen raubt dem Körper wichtige Knochenvitamine.

Zusätzlich werden Schadstoffe aus dem Nikotin über die Lunge aufgenommen. Stichwort Süssgetränke: Auch hier lauert eine Gefahr.

Mehr als ein halber Liter Cola pro Tag kann genauso knochenschädlich sein wie 20 Zigaretten täglich. Aber auch zu viel Kaffee oder schwarzer Tee steigern die Kalziumausscheidung. Deshalb gilt: Möglichst nicht mehr als drei Tassen pro Tag.