Noah, wie viele Brillen besitzt du?

Ich habe relativ viele Brillen – ungefähr zehn oder so. Ein Teil davon sind normale Korrekturbrillen. Daneben besitze ich auch einige korrigierte Sonnenbrillen. Während meine Sonnenbrillen vom Stil her sehr unterschiedlich sind, bevorzuge ich bei den gewöhnlichen Brillen Hornbrillen.


Hast du eine Lieblingsbrille?

Meine Brillen reichen von durchsichtigen über weisse bis zu hölzernen Modellen. Am liebsten trage ich jedoch die klassisch-schwarze Version.


Kannst du dich noch an deine erste Brille erinnern?

Ich war etwa sechzehn Jahre alt, als ich meine erste Brille bekam. Schon mein erstes Modell war eine dunkle Hornbrille. Der Optiker meinte, dass sie gut zu meinem Gesicht und allgemein zu meinem Typ passe. Anfangs schämte ich mich ein bisschen, sie zu tragen.

Ich setzte sie nur auf, wenn es nicht anders ging – etwa am Bahnhof, um die Anzeigetafeln zu lesen oder in anderen Situationen, wo meine Sicht nicht weit genug reichte. Irgendwann kam dann aber der Sinneswandel. Seit einigen Jahren trage ich eigentlich nur noch Brille und kaum mehr Kontaktlinsen.


Siehst du die Brille als ein Teil deines Images?

Irgendwie schon ein bisschen. Aber geplant war das nicht. Dass die Brille Teil von mir wurde, war viel eher eine natürliche Konsequenz meiner graduellen Sehverschlechterung. Mittlerweile gehört die Brille zu meinem Gesicht.

Gerade in unserer Bandformation ist sie ein wesentliches Element, das man mit mir in Verbindung bringt. Während ich früher noch mit Kontaktlinsen auftrat, trage ich heute eigentlich nur noch Brille auf der Bühne. Ganz ohne Sehhilfe bin ich noch nie aufgetreten. Das ginge bei minus vier Dioptrien gar nicht.


Wieso tragen deiner Meinung nach nur wenige berühmte Musiker eine Brille in der Öffentlichkeit?

Schwer zu sagen. Vielleicht sind Brillenträger ein spezieller Typ Mensch, gerade weil sie besonders sensible Augen haben. Sie besitzen eine bessere Beobachtungsfähigkeit als andere, weshalb wir sie eher in der Rolle des stillen Beobachters antreffen als an vorderster Front auf der Bühne.

Wobei ich hier wieder eine Ausnahme bilde, obwohl auch ich gerne Dinge beobachte (lacht). Eine gute Beobachtungsgabe braucht es übrigens auch, um Songs zu schreiben.


Apropos Musik: Pegasus ist gerade mit dem neuen Album «Beautiful Life» auf Tour. Worauf können sich eure Fans freuen? 

Diesen Sommer treten wir an vielen Festivals auf. Ich freue mich sehr darauf, unsere neuen Songs nach vielen Stunden, die wir im Studio verbracht haben, endlich vor Publikum spielen zu dürfen und Feedback dafür zu erhalten. So viel vorweg: Unsere Band wird sich auf eine ganz neue Art präsentieren.

Wir haben den Leuten viel Neues zu bieten, gerade was unseren Musikstil betrifft. Das neue Album ist weniger elektronisch. Es tauchen zwar immer wieder elektronische Elemente auf, aber in reduzierter Form. Wir haben sozusagen aus weniger mehr gemacht und uns nochmals einen Schritt weiterentwickelt.