In dieser einzigartigen Disziplin bringen die drei modernen Clowns mit ihrem jugendlichen Hang zum Unsinn nicht nur ihr eigenes Blut in Wallung, sondern auch jede Bühne und jeden Lachmuskel zum Beben. Ihr Wunsch ist es, ihr Publikum auf die etwas andere Art zu unterhalten. Es soll schmunzeln und es soll lachen. Und Lachen ist ja bekanntlich die beste Medizin.

Ihr macht rhythmische Sport­komik, das klingt sehr gesund. Worum handelt es sich dabei genau?
Fäbu: Rhythmische Sportkomik ist unsere Erfindung. Wir vereinen in dieser Disziplin Tanz und Komik mit akrobatischen Elementen.
Silu: Wie gesund es effektiv ist, wissen wir nicht. Auf jeden Fall mussten wir seit 15 Jahren noch keinen einzigen Auftritt aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Wie seid ihr dazu gekommen?
Tinu: Wir sind zusammen aufgewachsen und waren gemeinsam im Turnverein Seedorf. Nach Studium und Ausbildung haben wir beschlossen, rhythmische Sportkomik zu unserem Beruf zu machen. Seither spielten wir über 1500 Shows in 18 verschiedenen Ländern.

Wie viel Herzblut steckt in den Starbugs?
Tinu: Wir haben die Hälfte unseres Lebens in die Starbugs investiert. Dabei kamen
Familie, Freunde und Hobbys oft zu kurz.
Silu: Lustig zu sein ist nicht immer einfach, es steckt harte Arbeit dahinter. Aktuell tüfteln wir seit drei Monaten an einer neuen Szene, die am Schluss gerade mal sechs Minuten lang wird.
Fäbu: Auf der anderen Seite haben wir oft unter der Woche Zeit für unsere Familien, wenn viele andere Väter arbeiten. Auf der Tournee mit dem Zirkus Knie hatten wir unsere Kinder mit dabei. Für sie war das ein schönes Abenteuer, jeden Tag die Elefanten und Pferde zu sehen und von den Angestellten mit Ballons und Popcorn verwöhnt zu werden.

Ihr verbindet Musik und Bewegung mit Humor. Die perfekte Kombination bzw. Verkörperung von Lebensfreude?
Silu: Für uns auf jeden Fall. Und dank positiver Rückmeldungen gehen wir davon aus, dass es auch für unser Publikum so ist.

Glaubt ihr, dass positive Energie, wie auch ihr sie vermittelt, sich auf die Lebenseinstellung und Gesundheit positiv auswirken kann?
Fäbu: Bestimmt ist es möglich, das Publikum für einen kurzen Augenblick in unsere Welt zu entführen. Wie nachhaltig sich das bei einzelnen Zuschauern auswirkt, kann ich nicht beurteilen.
Silu: Kommt die positive Energie in Form von Lachern und Applaus zurück, ist das ein tolles Gefühl und wirkt sich stark auf mein Wohlbefinden aus.

Wen bringt ihr mehr zum Lachen? Kinder oder Erwachsene? Männer oder Frauen?
Tinu: Unsere Erfahrung zeigt, dass in unseren Shows für jeden etwas dabei ist. Wir haben weder alters- noch kulturell bedingte Hürden und können unser Programm fast überall zeigen. Da wir ohne Sprache auskommen, geht das sogar in China, Japan oder Russland.
Fäbu: Allerdings lachen Kinder oft an anderen Stellen als Erwachsene. Zwischen Männern und Frauen stellen wir kaum einen Unterschied fest.

Wie haltet ihr euren eigenen Kreislauf in Schwung?
Silu: In intensiven Zeiten spielen wir während mehreren Wochen täglich bis zu drei Shows. Da bleibt man automatisch fit. Als Ausgleich gehe ich regelmäs­sig ins Boxtraining.
Tinu: Sich ausgeglichen zu ernähren, ist bei unserem Lebenswandel schwieriger. Wenn wir den ganzen Tag unterwegs sind oder für Proben hinter der Bühne warten müssen, liegt zwischendurch oft nur ein schnelles Sandwich drin. Deswegen steht in unserem Vertrag seit Neuestem auch drin, dass wir eine Schale Obst in der Garderobe haben möchten.
Fäbu: Es kommt auch darauf an, in welchem Land wir auftreten. In China kannst du noch lange fragen, was da auf dem Teller ist. Meistens weisst du nach der Erklärung gleich viel wie vorher. Es gibt Künstler, die ihr Müesli von zu
Hause mitbringen.