Die Lunge ist generell eines der wichtigsten Organe überhaupt, leider schätzen die meisten Menschen die Lunge nicht. Sie kann viel mehr, als die meisten glauben!

Für mich persönlich ist die Lunge mein wichtigstes Organ, damit verdiene ich auch mein Geld

Die von Lungenbläschen und Kapillaren gemeinsam gebildete Fläche wird als respiratorische Oberfläche bezeichnet, sie ist beim Erwachsenen circa 100 bis 140 Quadratmeter gross, dies entspricht etwa der Grösse eines Tennisplatzes.

Beim Freitauchen wird die Lunge durch den Wasserdruck (alle 10 Meter kommt 1 Druckbar dazu – das heisst, auf 30 Metern Tiefe haben wir 4 Bar Druck, 1 Bar von der Oberfläche plus 3 Bar von der Tiefe).

Auf dieser Tiefe ist meine Lunge nur noch so gross wie eine Orange. Keine Sorge, beim Auftauchen nimmt der Druck wieder ab und die Lunge hat an der Wasseroberfläche wieder ihre normale Grösse.

Für mich persönlich ist die Lunge mein wichtigstes Organ, damit verdiene ich auch mein Geld (lacht). Der Sauerstoff in unserem Körper ist wie das Benzin beim Auto, wir benötigen Sauerstoff, um zu überleben, die Muskulatur, unser Gehirn brauchen Sauerstoff zum Arbeiten.

Da ich nur die Luft in meiner Lunge nutzen kann für meine Tauchgänge, ist sie daher sehr wichtig für mich! Ich tauche seit über 20 Jahren frei. Ich habe sehr schnell gelernt, wie wichtig die Atmung ist. Meine Atemtechniken habe ich bei einem Opernsänger aus der Schweiz und einem Shaolin-Mönch gelernt. Vor jedem Tauchgang mache ich Atemübungen.

Allerdings nicht nur bei meinen Tauchgängen. Mit der richtigen Atmung kann man Angst wegatmen, die Konzentrationsfähigkeit erhöhen, sich in den Schlaf atmen und die Regenerationszeit zum Beispiel nach Sport oder einer anderen körperlichen Anstrengung sehr stark verkürzen. Die Herausforderung bei solchen Tauchgängen liegt in zwei Bereichen.

Erstens im mentalen Bereich und zweitens im Körper. Bei meinen Tauchgängen muss ich so entspannt wie möglich sein, je geringer mein Herzschlag ist, desto weniger Sauerstoff verbraucht mein Körper (mein Herz schlägt nur noch 30 Mal pro Minute), diese Entspannung kommt durch die richtige Atemtechnik.

Positive Gedanken verbrauchen weniger Sauerstoff als negative. Nach einem sehr tiefen, langen Tauchgang ist der erste Atemzug eine wundervolle Erfahrung. Freitauchen oder Apnoetauchen ist das Gleiche!

Sprich das Tauchen ohne Pressluft, nur mit angehaltenem Atem versucht man, so weit wie möglich zu tauchen, so lange wie möglich oder so tief wie möglich.