Schnarchen – für viele ein Tabu-Thema

Wer an einen schnarchenden Menschen denkt, hat in der Regel das Bild eines beleibten, unsportlichen Menschen im Kopf – weit gefehlt. Schnarchen kann jeden treffen. So auch Sara König*: «Obschon ich gesund lebe, kaum Alkohol trinke, viel Sport mache und schlank bin, schnarche ich, seit ich denken kann.»

Einen Zustand, den König als nicht besonders einschränkend, denn viel mehr als unangenehm bezeichnet. Gesundheitliche Probleme hatte sie durch das Schnarchen nicht, es sei für sie eher ein kosmetisches Problem gewesen.

«Mein nächtliches Schnarchen war mir peinlich. Egal, ob ich mit einer Freundin eine Städtereise gemacht habe und mit ihr das Zimmer teilen wollte oder ob ich einen neuen Partner kennenlernte – das Schnarchen war immer ein Thema. Es wurde für mich zu einem zwischenmenschlichen Problem und das wollte ich lösen», erinnert sie sich.

Nach OP gleich wieder fit

König unternahm verschiedene Versuche, ihr Schnarchen in den Griff zu bekommen und konsultierte Spezialisten – erfolglos. «Der erste HNO-Arzt, dem ich mein Leiden schilderte, riet mir wegen der Komplikationsrisiken von konventionellen Operationen ab. Er wollte mich gar damit trösten, dass das bisschen Schnarchen doch ganz ‚herzig‘ sei und einen Partner bestimmt nicht störe.»

Damit war Königs Problem jedoch auch nicht gelöst und die Suche nach einer passenden Methode ging weiter. Eines Tages habe sie dann letztlich einen Beitrag von Dr. Antoine Aschmann zu seinem erprobten Behandlungskonzept gelesen und sich sofort angesprochen gefühlt. Dr. Aschmann praktiziert in seiner Zürcher Praxis ein Behandlungskonzept, das sich intensiv mit den Ursachen des Schnarchens auseinandersetzt, um diese gezielt zu behandeln.

«Die Tatsache, dass ich nicht nach dem Symptom, sondern nach dem Ursachenprinzip schonend behandelt werde, hat mich überzeugt. Eine radikale Operation käme für mich nicht in Frage. Als Selbständige war auch die Tatsache für mich entscheidend, dass man nach der Operation nicht lange ausser Gefecht gesetzt wird und nach zwei Tagen wieder arbeiten kann», sagt sie Nach einer ersten Beratung und der dazugehörigen Untersuchung stand für König der Entschluss für den Eingriff fest.

«Die Methode hatte mich bereits im Gespräch überzeugt und Dr. Aschmann versicherte mir gute Chancen, zumal ich keine Schlafapnoe habe, das Problem Schnarchen mit dem Eingriff zu lösen.» Somit hatte König wieder Hoffnung.

Sofortige Besserung

Im letzen Juni war es soweit. Nachdem Sara König in Tiefschlaf versetzt wurde, hat man mittels Endoskopie analysiert, welche der Verengungspunkte genau betroffen sind. Im Radiofrequenzverfahren, ganz ohne Messer, wurde dann überschüssiges Gewebe eliminiert, Volumen geschrumpft und Schleimhautfalten wurden abgetragen.

«Wenige Stunden nach dem Eingriff war ich wieder auf den Beinen und konnte nach Hause gehen. Ausser Schluckweh, das mich rund zwei Wochen plagte, hatte ich null Einschränkungen – ich konnte normal essen und trinken und sofort wieder arbeiten. Wegen der Infektionsgefahr musste ich lediglich zehn Tage aufs Schwimmen verzichten.»

Auch der Erfolg des Eingriffes liess nicht lange auf sich warten – das Schnarchen ist innerhalb von drei Wochen besser geworden und heute kaum noch hörbar. Einzig eine Art Gebissschiene, die den Unterkiefer im Schlaf fixiert und so für ungehinderte Atmung sorgt, erinnert König heute noch daran, dass sie einmal geschnarcht hat.


*Name von der Redaktion geändert