Wann habt ihr die Diagnose cystische Fibrose erhalten?

Elina: Mit etwa zwölf Jahren. Ich wurde damals mit Verdacht auf Blinddarm ins Spital eingeliefert. Beim Operieren hat man gesehen, dass es nicht der Blinddarm war, sondern die Bauchspeicheldrüse, die entzündet war.

Wir waren als Kinder auffällig oft krank und hatten viele Lungeninfekte

Zudem informierte der Anästhesist meine Eltern, dass man meine Lungen abklären müsste, da ich während der Operation auffällig geatmet hatte. Es wurden dann zahlreiche Untersuchungen gemacht.

Erst als auch bei meinen Schwestern der Schweisstest (Anmerkung der Redaktion: Das Prinzip des Schweisstests beruht darauf, dass im Schweiss  von CF-Patienten zu viel Kochsalz ausgeschieden wird.) positiv ausgefallen war, konfrontierte man uns mit der Diagnose cystische Fibrose.

Gab es im Kindesalter keinerlei Anzeichen, die auf CF hingedeutet hätten?

Jarla: Doch, doch, eine ganze Menge sogar! Wir waren als Kinder auffällig oft krank und hatten viele Lungeninfekte.

Zudem haben wir sehr schlecht zugenommen. Da wir aber ansonsten fit und lustig waren, wurden diese Symptome auf die Drillingsschwangerschaft geschoben.

Svenja: Wir haben nur eine schwache Mutation von CF, weshalb unsere Symptome nicht sehr ausgeprägt waren. Auch unser Lungenvolumen war völlig normal.

Was folgte, war ein straffes CF-Programm. Inhalieren am Morgen und am Abend, Physiotherapie, Medikamente. Nicht gerade das, was man als Teenie cool findet ...

Svenja: Oh ja, das war heftig. Wir haben teilweise ganz schön rebelliert und die eine oder andere Physiotherapeutin vergrault ... (Alle drei brechen in Gelächter aus.)

Jarla: Wir haben das damals nicht sehr ernst genommen, schliesslich ging es uns zu gut.

Elina: Wir haben auch nicht verstanden, weshalb wir diese ganzen Therapien machen sollten. Heute wissen wir es besser.

Wie geht es euch aktuell?

Jarla, Elina, Svenja: Uns geht es gut!

Svenja: Ich mache aktuell in einer Sportstudie mit und dadurch viel mehr Sport als normal. Meiner Lunge geht es deutlich besser. Momentan fühle ich mich wirklich super.

Jarla: Ich habe schon seit ein paar Jahren Probleme mit der (chronisch entzündeten) Bauchspeicheldrüse und muss sehr auf meine Ernährung achten. 

Elina: Einschränkungen machen sich schon langsam bemerkbar. Zum Beispiel muss ich meinen Job als Coiffeuse auf 60 Prozent reduzieren. Seit letztem Jahr ist mein Lungenvolumen stetig am Fallen und liegt heute bei 48 Prozent.

Was sind eure Wünsche für die Zukunft?

Svenja, Jarla, Elina: Die Pension erleben! Träume verwirklichen und nicht aufschieben. Ganz nach unserem Motto: Wir rocken das Leben, so fest wir können!