Die Ursachen von Rückenschmerzen sind vielfältig und oft auf schlechte Haltungsgewohnheiten zurückzuführen. Schwächen der Gesäss - und Rumpfmuskulatur entstehen meistens durch Bewegungsmangel und einseitige Tätigkeiten.

«So individuell wie die Diagnose ist, so individuell muss auch die muskuloskelettale Behandlungsmethode an die Beschwerden des Betroffenen angepasst werden.» sagt Prof. Dr. Luomajoki. «Diese leitet sich aus Faktoren wie der Beweglichkeit und Kraft der Muskulatur ab.

Neben der Anleitung zu massgeschneiderten Übungen, welche die einzelnen Funktionen der Muskeln und Gelenke verbessern, muss dem Patienten auch ein richtiges Körpergefühl vermittelt werden.

Denn hat sich jemand über Jahre hinweg falsche Haltungs- oder Bewegungsgewohnheiten angeeignet, muss er auch die richtige Sitz- und Stehposition und das «Verhalten mit dem Rücken neu erlernen.»

Nicht operieren dank Physio

Im Rahmen des berufsbegleitenden Masterstudiengangs «Muskuloskelettale Physiotherapie» werden diplomierte Physiotherapeuten innerhalb von sechs Semestern speziell dafür ausgebildet, die individuellen Bedürfnisse des Patienten zu analysieren und gesonderte Behandlungstechniken anzuwenden Inhalte wie Manuelle Therapie, Sportphysiotherapie, Ergonomie oder Schmerz stehen hierbei im Vordergrund.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Physiotherapie meistens einer Operation vorgezogen werden kann. Die Beschwerden werden gleich gut, schneller und ohne Nebenwirkungen gelindert.

Mit der Hilfe des Physiotherapeuten kann sich der Patient intensiv mit der Ursache der Schmerzen auseinander setzen, um diesen in Zukunft dauerhaft entgegenzuwirken.