Immerhin kommt die Figur «Ironman» der aktuellen Forschung schon recht nahe. Die Maschinenteile verleihen dem Titelhelden übermenschliche Kräfte – das ist für muskelkranke Menschen höchst interessant.

«Exoskelett» bezeichnet ein Skelett als Aussenschicht des Körpers. In Verbindung mit starken Elektromotoren und einer den menschlichen Bewegungsabläufen angepassten Steuerung ermöglichen solche technischen Kostüme übernatürliche Leistungen.

Sam Anderegg leitet ein Computerlager für muskelkranke Jugendliche mit Hilfe eines «Thymio II», einem unspektakulären Kästchen, das es aber in sich hat.

Durch Sensoren mit hoher Empfindlichkeit auf Licht, Schall und Berührung und einer einfachen Programmierbarkeit eignet es sich perfekt zu Schulungszwecken für Robotertechnik.

Genau das plant nun Sam Anderegg für das Computerlager. Durch die Verwendung des Thymio ist es möglich, nach kurzer Einführung bereits Programmierschritte auszuführen, welche sofort am Gerät sichtbar werden.

Dabei ist die Reaktion auf Klatschen mit einer Richtungsänderung nur eines der spielerischen Beispiele. Das ehrgeizige Ziel des fachlichen Lagerleiters ist aber, einen Marsroboter, das Hightech-Vehikel «Curiosity», zu simulieren.

Die Zukunft hat begonnen

Denkt man die Möglichkeiten weiter, entstehen vor dem geistigen Auge hirnstrom-gesteuerte Elektrorollstühle, auf Zuruf sich bewegende Gegenstände oder Einrichtungen, wie zum Beispiel eine Tür, die sich automatisch öffnen lässt.

Für muskelkranke Menschen kann dies zum entscheidenden Abbau von Hürden führen.