Die Kampagne hat zum Ziel, die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, auffällige Pigmentmale früh von einer Dermatologin oder einem Dermatologen untersuchen zu lassen.

Frühzeitig erkannt ist Hautkrebs gut behandelbar

Mittlerweile ist der Hautkrebs die häufigste Krebsform bei Menschen. In der Schweiz ist das Risiko an Hautkrebs zu erkranken besonders hoch: Jedes Jahr werden 25 ’000 neue Hautkrebsfälle diagnostiziert. Das ist die höchste Anzahl von Neuerkrankungen innerhalb Europas. Hochrechnungen zeigen, dass im Jahr 2020 ca. 3’000 neue Melanomfälle diagnostiziert werden. Bei Männern ist das Melanom der Krebs mit der höchsten Zuwachsrate an Neuerkrankungen. Obwohl die Anzahl der Neuerkrankungen an Melanomen drastisch zunimmt, ist die absolute Sterblichkeit in den letzten zwanzig Jahren nicht angestiegen.

Für diesen erfreulichen Zusammenhang gibt es mehrere Erklärungen: Hautkrebs wird heute früher festgestellt und behandelt. Gleichzeitig lässt die Anzahl an neu entdeckten Fällen die Zahlen nach oben schnellen. Schliesslich darf man davon ausgehen, dass die regelmässig durchgeführten Kampagnen zur Prävention und Früherkennung von Hautkrebs die Schweizer Bevölkerung sensibilisieren. Dies hat zur Folge, dass sich Patienten mit Hautkrebs frühzeitiger beim Arzt vorstellen. Früh entdeckt ist Hautkrebs heilbar.

Nationale Hautkrebskampagne zur Hautkrebsprävention

Die 1999 von der belgischen Dermatologin Veronique del Marmol gegründete Plattform “Euromelanoma” steht für europaweite Hautkrebsprävention. In verschiedenen Ländern Europas werden jährlich nationale Hautkrebskampagnen durchgeführt, um die Öffentlichkeit für das Thema “Hautkrebs” zu sensibilisieren. Eine wichtige Frage von Hautkrebskampagnen ist, ob dadurch auch wirklich Personen mit bösartigen Hauttumoren entdeckt werden können.

Bei Männern ist das Melanom der Krebs mit der höchsten Zuwachsrate an Neuerkrankungen.

Anlässlich der nationalen Hautkrebskampagne von 2016 wurden insgesamt 2’795 Personen untersucht. Bei insgesamt 580 Personen wurden verdächtige Hautveränderungen festgestellt. Nach Kontaktaufnahme mit den betroffenen Personen konnten genaue Angaben über insgesamt 157 Hautveränderungen gewonnen werden. 84 dieser Läsionen waren gutartig, 44 waren Vorstufen von bösartigen Hauttumoren und 29 bösartige Hauttumore. Sehr wichtig dabei ist, dass 6 neue Melanome gefunden werden konnten.

Motto: «Berufskrank durch Sonne»

Das diesjährige Motto der Hautkrebskampagne lautet «Berufskrank durch Sonne» / «Heller Hautkrebs - eine Berufskrankheit?» und richtet sich an all jene Berufsgattungen, die häufig im Freien arbeiten, zum Beispiel an Bauarbeiter, Strassen - und Gleisarbeiter, Forst - und Gartenarbeiter, Landwirte sowie Personal in offenen Schwimmbädern. Sie alle sollen auf das hohe Hautkrebsrisiko und den verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne während der Berufsausübung sensibilisiert werden.

Die gute Nachricht dazu: Für den hellen Hautkrebs, das sogenannte Spinaliom, sind die Heilungschancen, wenn frühzeitig erkannt, gut. In einigen Ländern ist dieses Krankheitsbild heute als Berufskrankheit anerkannt. In der Schweiz übernimmt die SUVA nach Abklärung des Zusammenhangs der Krankheit mit der Berufstätigkeit die Kosten der Behandlung.

Wichtiger Hinweis

Diese Kampagne soll die Bevölkerung auf die Wichtigkeit der frühen Erkennung von Hautkrebs sensibilisieren. Jede Person kann ein auffälliges Muttermal dem dermatologischen Facharzt kostenlos zeigen. Diese ersetzt jedoch nicht die Ganzkörperuntersuchung bei Personen mit einem erhöhtem Hautkrebsrisiko.

Weitere Informationen: www.melanoma.ch