Lungenemphysem

Ein Lungenemphysem sorgt für chronische Atemnot, was sich auch durch bläulich-rote Verfärbung der Lippen, Finger- und Zehenspitzen zeigen kann. Die Lunge verliert an Elastizität, die enthaltene Luft kann nicht mehr vollständig entweichen.

Ein Lungenemphysem bezeichnet die Überblähung und damit die Vergrösserung der Lunge, was durch die Zunahme des Brustkorbumfangs sichtbar wird.

COPD

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder Asthma wirken sich durch den dauernd erhöhten Atemwiderstand auf die Lungenbläschen aus.

Dies führt zu einer Überdehnung der Lungenbläschen, die letztlich einreissen. Die Verminderung der traubenähnlich aussehenden Bläschen, die für den Gasaustausch zuständig sind, führt zu Kurzatmigkeit und Atemnot.

Der Patient kann weniger verbrauchte Luft ausatmen, während weniger frische Luft einströmen kann. Langfristig führt der steigende Druck im Lungenkreislauf zur Herzschwäche.

Behandlung für bessere Lebensqualität

Lungenemphysem ist nicht heilbar. Die Behandlung soll den Fortschritt der Krankheit unterbinden und die Lebensqualität verbessern. Behandelt wird mit Medikamenten, die die Bronchien erweitern, Entzündungen hemmen und Schleim lösen.

Bei akuter Verschlechterung und wenn der Sauerstoffwert im Blut sinkt, wird die Sauerstoffzufuhr notwendig. Die Operation ist nur bei Patienten möglich, bei denen das zerstörte Lungengewebe sehr regional verteilt ist.

Die Zahl der Erkrankungen ist unbestimmt. Lungenemphyseme werden häufig nicht als eigenständige Erkrankung wahrgenommen (die Betroffenen werden mit den COPD-Patienten zusammengefasst).

Fachleute gehen davon aus, dass vor allem rauchende Männer und Frauen ab dem 50. Altersjahr betroffen sind.

Die erblich bedingte Form des Lungenemphysems ist eher selten (1 Prozent). Die Krankheit kann altersbedingt auftreten, in den meisten Fällen jedoch entsteht sie aus der Lungenkrankheit COPD, für die Zigarettenrauchen den grössten Risikofaktor darstellt.

Die meisten Erkrankten, die an fortgeschrittenem Lungenemphysem leiden, sind daher aktive oder ehemalige Raucher.