Doppelt eingecremt hält länger, Vorbräunen im Solarium schützt die Haut. Einige falsche Fakten über den Sonnenschutz halten sich hartnäckig. Und viele davon sind richtig gefährlich. Mit einigen dieser Mythen solltet ihr schnellstmöglich abschliessen:
 

1. Aus Rot wird Braun

Viele Leute meinen, dass ein Sonnenbrand lediglich eine Vorstufe des Braunwerdens ist. Das Gegenteil trifft zu: Ein starker Sonnenbrand ist viel eher eine Vorstufe für Hautkrebs. Regelmässige «Überdosen» an Sonne verbrennen nicht nur die Haut, sondern können auch das Erbgut schädigen.

2. Öfter eingecremt heisst längerer Schutz

Die Eigenschutzzeit der Haut beträgt je nach Hauttyp zwischen 5 und 30 Minuten. Multipliziert man diese mit dem Lichtschutzfaktor der Sonnencreme, ergibt sich jene Dauer, die wir uns mit Sonnenschutz der Sonne aussetzen können. Das erneute Auftragen der Creme ändert an dieser Schutzzeit aber nichts, sie wird lediglich aufrechterhalten.

3. Vorbräunen im Solarium hilft

Eine weitere Fehlannahme ist, dass das Vorbräunen im Solarium die Haut auf die Urlaubssonne vorbereiten kann. Weit gefehlt: Die Haut wird deshalb nicht resistenter. Regelmässige Sonnenbankbesuche steigern bei jungen Leuten unter 30 sogar das Hautkrebsrisiko wesentlich.

4. Selbstbräuner schützen die Haut

Auch Selbstbräuner sind kein Präventionsmittel gegen Sonnenbrand. Durch ihre Anwendung verändert sich nur der Farbton der obersten Hautschicht. Die Haut bleibt aber sonnenempfindlich.

5. Im Auto ist man vor UV-Strahlung geschützt

Auch eine lange Autoreise sollte man nicht ohne Sonnenschutz antreten. Die Seitenscheiben im Auto lassen 60 bis 80 Prozent der UV-Strahlung durch.

6. Im Schatten ist man sicher

Wer denkt, im Schatten geschützt zu sein, liegt ebenfalls daneben. Es ist zwar ratsam, sich möglichst oft – vor allem mittags – im Schatten aufzuhalten. Doch auch im Schatten ist Eincremen angebracht, da laut Experten die UV-Strahlung immer noch zu 50 Prozent durchdringt.

7. Im Wasser passiert mir nichts

Wasser schützt nicht vor der Sonne. Die Reflexion intensiviert sogar die Sonneneinstrahlung.

8. UV-Strahlen gelangen nicht durch die Kleidung

Nicht einmal bekleidet ist man vor UV-Strahlen komplett geschützt. Ein weisses Baumwoll-T-Shirt entspricht zum Beispiel lediglich einem Lichtschutzfaktor von zehn.

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